Die Umsätze des Reebok Segments sind im Jahr 2007 nicht gewachsen und in der Finanzwelt gibt es Besorgnis
hinsichtlich der Aussichten von Reebok im Jahr 2008. Was unternehmen Sie, um die Positionierung und die
Leistung der Marke zu verbessern?
Lassen Sie mich zunächst sagen, dass wir zufrieden sind mit den neuen Marktchancen und Größenvorteilen, die sich durch
die Integration von Reebok bereits für den Konzern ergeben haben. Aber Sie haben natürlich völlig Recht, wir müssen
die Neupositionierung der Marke Reebok weiter vorantreiben – besonders in den beiden für Reebok größten Märkten USA
und Großbritannien. Wenn wir dies erfolgreich tun wollen, müssen wir diszipliniert vorgehen und uns weiter auf Reebok
konzentrieren.
Im Jahr 2007 haben wir größere Veränderungen im Management der Marke Reebok vorgenommen.
Wir haben
sehr schwierige Entscheidungen gefällt, um den Vertrieb in den USA zu verbessern – so haben wir sogar die
Belieferung
des größten Kunden der Marke gestoppt, weil dort zu hohe Lagerbestände zu einem deutlichen Rückgang
der Profitabilität geführt haben.
Aber die eigentliche Bewährungsprobe haben wir noch vor uns – wir müssen der Marke Reebok mehr Relevanz beim Konsumenten verleihen. Die Marke braucht einfache Botschaften, die sich einprägen. Deshalb werden wir 2008 die Produkt- und Marketingstrategien auf zwei wichtige Konzepte konzentrieren: Reebok möchte zum einen perfekt zum Konsumenten passen („Fit“). Zum anderen möchte Reebok betonen, dass der Konsument die Auswahl trifft und Reebok dabei die Marke ist, die ihn am besten versteht („Choice“). Reebok soll die Marke sein, die „zu mir passt“. Das heißt, dass für alle Konsumenten, Kunden und Geschäftspartner perfekt passende Angebote geschaffen werden müssen. Deshalb hat Reebok sein Produktangebot verbessert und 893 neue Fit-Initiativen in seine Produktkollektion 2008 aufgenommen. Darüber hinaus schneidet Reebok sein Produktangebot ganz auf seine wichtigen Einzelhandelspartner zu. Für die Konsumenten bedeutet dies relevantere Produkte, für Reebok höhere Margen. Und durch den Start seiner weltweiten Marketingkampagne – „Your Move“ – ist Reebok dabei, sich als Marke zu etablieren, die Individualität unterstützt und Konventionen in Frage stellt.
Wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Wie wir schon auf unserem Investor Day vor sechs Monaten angekündigt haben, werden die Umsätze von Reebok in den USA und Großbritannien 2008 nicht steigen. Aber ich gehe davon aus, dass sich die Auftragslage in diesen beiden Ländern im Laufe des Jahres verbessern wird. In fast allen anderen Absatzmärkten werden die Umsätze wachsen, insbesondere in Russland und China, wo die Marke den Vertrieb im Jahr 2007 selbst übernommen hat. Deshalb gehen wir davon aus, dass sich nicht nur Umsatz und Profitabilität, sondern vor allem die Wahrnehmung der Marke durch die Konsumenten weltweit im Jahr 2008 verbessern dürften.






