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In Nordamerika hat sich das Wirtschaftsklima in den letzten Monaten verschlechtert. Wie wird der adidas Konzern Ihrer Meinung nach diese Herausforderungen 2008 meistern?
Ja, das Wirtschaftsklima in Nordamerika ist rauer geworden. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass wir auch in dieser Periode relativer Konjunkturschwäche besser dastehen werden als die meisten unserer Mitbewerber. Wir sind ein regional diversifizierter Konzern und das ist eine unserer größten Stärken. Wir haben in den letzten Jahren in den USA fleißig an der Marke adidas gearbeitet – und dies hat adidas vier Jahre in Folge Umsatzwachstum auf dem größten Sportartikelmarkt der Welt eingebracht. Heute verfügen wir in dieser Region über ein wesentlich breiteres Vertriebsnetz und ein deutlich verbessertes Portfolio von Performance-Produkten und Partnerschaften. Deshalb bin ich überzeugt, dass die Marke adidas auch im Jahr 2008 in Nordamerika wieder wachsen wird – wenn auch vielleicht etwas weniger stark als in den vergangenen Jahren. Bei Reebok gibt es immer noch sehr viele Herausforderungen und die schwierige Marktsituation macht uns das Leben nicht gerade leichter. Aber ich bin sicher, dass die Marke die richtigen Initiativen ergriffen hat, um für das Jahr 2009 auf diesem Markt mit einem Umsatzwachstum rechnen zu können. 

Wie bewerten Sie die Ergebnisse von TaylorMade-adidas Golf im Jahr 2007 und welche Prioritäten haben Sie für die weitere Entwicklung in diesem Bereich gesetzt?
TaylorMade-adidas Golf strebt danach, das führende Golfunternehmen der Welt zu sein. Nichts veranschaulicht das so deutlich wie unsere Ergebnisse bei Metallhölzern im letzten Jahr. Trotz der extrem harten Konkurrenz und dem Technologie-Hype in der renommiertesten Kategorie des Golfsports konnte TaylorMade seinen Marktanteilsvorsprung auf den nächsten Mitbewerber auf mehr als 10 Prozentpunkte ausbauen. Und adidas Golf Schuhe und Bekleidung sind im fünften Jahr in Folge jeweils im zweistelligen Bereich gewachsen. Der Segmentumsatz stieg aufgrund von Wachstum in allen wichtigen Kategorien auf vergleichbarer Basis, ohne die Effekte des Verkaufs der Greg Norman Collection, um 9 %. Für 2008 ist die Steigerung der Profitabilität unsere höchste Priorität. Unserer Meinung nach gibt es keinen Grund, warum TaylorMade-adidas Golf nicht in nächster Zukunft eine zweistellige operative Marge erzielen sollte. Wir haben Maxfli verkauft, weil wir nun das Know-how haben, das wir brauchen, um in der Premium-Golfballkategorie erfolgreich zu sein. Und jetzt konzentrieren wir uns auf das Wachstum unserer beiden Kerngolfmarken: TaylorMade und adidas Golf.  

Nach einem soliden Jahr 2007 - was können wir 2008 bezüglich der Finanzergebnisse des Konzerns erwarten?
Wir haben hart daran gearbeitet, uns für ein weiteres Wachstum im Jahr 2008 zu positionieren. Ich bin davon überzeugt, dass sich unsere Fortschritte gegenüber dem vergangenen Jahr beschleunigen werden und wir neue Rekorde sowohl bei Umsatz als auch Gewinn erzielen werden. Wir erwarten ein währungsneutrales Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich – unterstützt durch Verbesserungen bei allen unseren Marken. Die Rohertragsmarge wird zwischen 47,5 % und 48 % liegen. Und unsere operative Marge wird auf mindestens 9,5 % steigen. Aufgrund dieser starken operativen Performance werden wir den Gewinn um mindestens 15 % steigern. 



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