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Vor dem Hintergrund des hohen Umsatzziels und der erwarteten Nettosynergien für 2008 erscheint Ihr Ziel, den Gewinn um mindestens 15 % zu steigern, konservativ. Welche Überlegungen stehen dahinter?
Die Sicherung von nachhaltigem, langfristigem Wachstum und die Verbesserung der Profitabilität sind die wichtigsten Prioritäten unseres Konzerns. Eine weiterhin starke Rohertragsmarge ist entscheidend. Obwohl wir im Reebok Segment und innerhalb unserer Beschaffungskette großes Potenzial für weitere Verbesserungen sehen, werden steigende Einstandskosten gegen Ende des Jahres einiges von der erwarteten Verbesserung aufzehren. Wir müssen außerdem weiter in unsere Marken investieren, um von kurzfristigen Chancen zu profitieren und unsere langfristigen strategischen Ziele zu realisieren. Im Jahr 2008 werden wir zudem einige Kosten rund um die großen Sportveranstaltungen und andere wichtige Markeninitiativen wie den Ausbau unserer selbst kontrollierten Verkaufsflächen haben. Außerdem wird unser Aktienrückkaufprogramm unseren Fortschritt bei der Reduzierung unserer Finanzverbindlichkeiten verlangsamen. Operative Verbesserungen bei allen Marken sowie der für 2008 erwartete Anstieg der Nettokostensynergien im Zusammenhang mit der Reebok Integration werden jedoch diese Kosten größtenteils kompensieren. Ich bin deshalb stolz, dass wir eine Gewinnverbesserung von mindestens 15 % werden erzielen können und damit unser achtes Jahr in Folge mit zweistelligem Gewinnwachstum abschließen werden. 

Die Steigerung des Shareholder Value und des Ertrags ist eines der Grundprinzipien des adidas Konzerns. Welche Pläne haben Sie hier, insbesondere vor dem Hintergrund ihres vor kurzem angekündigten Aktienrückkaufprogramms?
Eine starke finanzielle Performance und diszipliniertes Bilanzmanagement sind das beste Rezept, um Wert für unsere Aktionäre zu schaffen. Seit dem Abschluss der Reebok Akquisition im ersten Quartal 2006 haben wir unsere Nettofinanzverbindlichkeiten um ungefähr 1,2 Milliarden Euro verringert. Mit einem Verschuldungsgrad von 58,4 % am Jahresende 2007 haben wir jetzt die Flexibilität, mehr Kapital an unsere Aktionäre zurückzugeben. Wir haben deshalb im Januar ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 420 Millionen Euro bekannt gegeben. Dies wird es unseren Aktionären ermöglichen, noch stärker an der zukünftigen Entwicklung unserer Finanzergebnisse teilzuhaben, da sich das Wachstum des Gewinns pro Aktie verstärkt. Und zusammen mit unserer um 19 % höheren Gesamtausschüttung werden wir im Jahr 2008 mehr Geld an unsere Aktionäre zurückgeben als jemals zuvor. Diese Initiativen unterstreichen unser Vertrauen in die Gesundheit unseres Unternehmens, unsere Geschäftsaussichten und die zukünftige Cashflow-Generierung. 

Herr Hainer, vielen Dank für das Gespräch. 

 



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