ABLAUF DER BESCHAFFUNGSVEREINBARUNG MIT AMER
WIRKT SICH VORAUSSICHTLICH NEGATIV AUF UMSATZ IM
SEGMENT HQ / KONSOLIDIERUNG AUS
Aufgrund des Ablaufs
der Kooperationsvereinbarung des Konzerns mit Amer Sports
Corporation im ersten Quartal 2008 wird der im Segment
HQ / Konsolidierung erfasste Umsatz zurückgehen. Im Rahmen
dieser Vereinbarung beschaffte der Konzern für einen befristeten
Zeitraum Produkte für Salomon zu einer festgelegten Einkaufsprovision,
um die Übertragung der Salomon Geschäftsaktivitäten
auf Amer Sports Corporation zu unterstützen. Da diese Vereinbarung
Margen vorsieht, die unterhalb des Konzerndurchschnitts
liegen, wird sich der Ablauf dieser Vereinbarung positiv auf die
Rohertragsmarge und die operative Marge des Konzerns auswirken.
Aufgrund des geringen Umfangs des in der Kooperationsvereinbarung
festgelegten Geschäfts wird die Auswirkung
allerdings begrenzt sein.
ABFLAUEN DES WELTWIRTSCHAFTSWACHSTUMS FÜR 2008
ERWARTET
Die Weltbank prognostiziert für das Jahr 2008 ein
Abflauen des Weltwirtschaftswachstums auf etwa 3 %. Die
jüngsten Finanzmarktturbulenzen infolge der US-Kreditkrise
und ihre Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft gelten als
Hauptursachen dieser Entwicklung.
Die Eurozone wird im Jahr 2008 voraussichtlich ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP ) von unter 2 % erzielen. Faktoren wie die Unsicherheit an den Finanzmärkten, ein schwächerer Export und eine weitere Stärkung des Euro dürften das Wachstum in der Region beeinträchtigen. Das Konsumentenvertrauen wird Prognosen zufolge weiter abnehmen. Gründe dafür sind vor allem die Kreditverknappung und die unsichere Lage an den Finanzmärkten sowie die steigenden Energiekosten. Die Schwellenländer der Region bleiben von diesen Unsicherheiten weitestgehend unberührt. Es wird ein Wachstum des BIP von etwa 5 % prognostiziert.
Für Nordamerika wird ein Rückgang des BIP-Wachstums im Vorjahresvergleich auf einen Wert von unter 2 % prognostiziert. Besonderen Anlass zur Sorge bietet der erwartete Rückgang der Konsumentenausgaben in der ersten Jahreshälfte aufgrund der weiter angespannten Lage des Immobilienmarkts und des unverändert hohen Ölpreises. Ein Regierungsprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft sollte das Konsumentenvertrauen in den USA im zweiten Halbjahr 2008 jedoch wieder leicht steigern.
In Asien werden die bevölkerungsreichsten Länder der Region wie China und Indien auch im Jahr 2008 den größten Beitrag zum Wirtschaftswachstum in der Region leisten. Im Vergleich zum Jahr 2007 wird eine leichte Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Asien (Japan ausgenommen) auf etwa 9 % vorhergesagt. Das Konsumklima sollte sich dabei trotz der Schwankungen an den Finanzmärkten in den meisten Ländern weiterhin sehr positiv entwickeln. Die zunehmende Instabilität der internationalen Finanzmärkte hat die kurzfristigen Prognosen für Japan eingetrübt, so dass eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf maximal 2 % zu erwarten ist. Solide Unternehmensgewinne, steigende Beschäftigungszahlen und eine positive Exportentwicklung werden voraussichtlich von verhaltenen Konsumausgaben und dem damit einhergehenden Rückgang der Binnennachfrage gedämpft.
Das konjunkturelle Wachstum in Lateinamerika dürfte gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgehen und unter 4,5 % liegen. Wie in den vergangenen Jahren werden der private Konsum (trotz leichter Abkühlung des Konsumentenvertrauens) und der florierende Export die Hauptwachstumsfaktoren sein.
UNEINHEITLICHER AUSBLICK FÜR WELTWEITE SPORTARTIKELBRANCHE
Die weltweite Sportartikelbranche wird im
Jahr 2008 voraussichtlich ein moderates Wachstum verzeichnen.
Für Asien, Lateinamerika und die europäischen Schwellenländer
gehen wir von starkem Wachstum aus, in den USA
erwarten
wir einen leichten Rückgang des Marktes.
MODERATES WACHSTUM FÜR EUROPÄISCHE SPORTARTIKELBRANCHE
ERWARTET
Für den europäischen Sportartikelmarkt
erwarten wir ein Wachstum im niedrigen
einstelligen
Bereich. Im ersten Halbjahr 2008 wird sich die
Branche voraussichtlich stark auf die UEFA EURO 2008™
konzentrieren.
Daraus sollte sich ein positiver Impuls für das
ansonsten
eher schwache Einzelhandelsumfeld in Westeuropa
ergeben. Die Auswirkungen werden jedoch wohl etwas geringer
ausfallen als zunächst angenommen,
da sich England für
dieses
Turnier nicht qualifizieren
konnte. England ist traditionell
der größte Markt der Region für Fußball-Lizenzbekleidung.
Nach diesem Turnier wird das Wachstum der Branche auf
Regionen-Ebene wohl hauptsächlich durch die Schwellenländer,
insbesondere
Russland, getrieben werden.
VORAUSSICHTLICHER RÜCKGANG DES SPORTARTIKELMARKTS
IN NORDAMERIKA
Für das Jahr 2008 gehen wir von
einem Umsatzrückgang auf dem nordamerikanischen Markt
aus. Niedrigere Konsumentenausgaben, das intensive Wettbewerbsumfeld
unter den Einzelhändlern in den Einkaufszentren
und eine Polarisierung der Preise werden die Marktentwicklung
weiter belasten. Die uneinheitliche Entwicklung der verschiedenen
Produktkategorien und Vertriebskanäle wird im Jahr 2008
voraussichtlich weiter anhalten. Während wir von einem
weiteren
Wachstum bei Schuhen in den Kategorien Running
und Fußball sowie bei Trainingsbekleidung ausgehen, erwarten
wir einen Rückgang der Umsatzzahlen in den Kategorien
Basketball und Classics. Wir gehen außerdem von einem
anhaltend
intensiven Wettbewerb auf dem nordamerikanischen
Golfmarkt im Jahr 2008 aus: Viele Marktteilnehmer bringen
neue Technologien auf den Markt, die den von der USGA
(United States Golf Association) gewährten größeren Spielraum
bei der individuellen Anpassung von Metallhölzern und Eisen
ausnutzen.
WEITERE EXPANSION DER ASIATISCHEN SPORTARTIKELBRANCHE
ERWARTET
In Asien wird der Sportartikelmarkt
voraussichtlich
weiter im hohen einstelligen Bereich wachsen.
Der insgesamt schwache private Konsum in Japan könnte
sich negativ auf die durchschnittlichen Verkaufspreise in der
Sportartikelbranche auswirken. In den Schwellenländern,
insbesondere
in China, erwarten wir, unterstützt durch die
bevorstehenden
Olympischen Spiele in Peking, ein Branchenwachstum
im niedrigen zweistelligen Bereich.
LATEINAMERIKANISCHE SPORTARTIKELBRANCHE
VORAUSSICHTLICH WEITER VON HANDELSSCHRANKEN
BEEINTRÄCHTIGT
In Lateinamerika gehen wir für die Branche
von Wachstumsraten im mittleren einstelligen Bereich aus.
Die Dynamik der lateinamerikanischen Sportartikelbranche
wird sich unserer Einschätzung nach fortsetzen. Anlass zur
Sorge bieten allerdings immer mehr Handelsschranken, die
in einzelnen Märkten wie Argentinien und Brasilien errichtet
werden.





