INVESTITIONSAUSGABEN VORAUSSICHTLICH ZWISCHEN
300 MIO. € UND 400 MIO. €
Im Jahr 2008 plant der adidas Konzern
300 Mio. € bis 400 Mio. € in materielle und immaterielle Vermögenswerte
zu investieren (2007: 289 Mio. €). Investitionen
werden vor allem in den Ausbau und die Verbesserung des
eigenen Einzelhandelsgeschäfts bei der Marke adidas fließen.
In Schwellenländern wird sich der Ausbau des eigenen Einzelhandels
bei der Marke Reebok ebenfalls auf die Investitionen
auswirken. Die Investitionsausgaben werden sich prozentual
ähnlich auf unsere Marken verteilen wie der Konzernumsatz.
Rund 50 % der gesamten Investitionen werden im Geschäftsjahr 2008 für Initiativen im Zusammenhang mit selbst kontrollierten Verkaufsflächen innerhalb des adidas Konzerns verwendet. Zu den weiteren Investitionsbereichen gehört die Einführung von SAP und anderen IT Systemen bei wichtigen Tochtergesellschaften des Konzerns, die Weiterentwicklung der Konzernzentrale in Herzogenaurach sowie Investitionen in den Aufbau der von adidas und Reebok gemeinsam genutzten Logistikzentren in den USA und Großbritannien, um künftige Kostensynergien zu generieren. Der genaue Umfang und Zeitpunkt der Investitionen ist vor allem davon abhängig, wie schnell wir die selbst kontrollierten Verkaufsflächen ausbauen und neue SAP-Systeme in vorhandene IT-Anwendungen integrieren können. Wir gehen davon aus, dass wir sämtliche Investitionen innerhalb des adidas Konzerns vollständig über den im operativen Geschäft generierten Cashflow finanzieren werden.
MITTELÜBERSCHUSS WIRD FÜR RÜCKKAUF VON ADIDAS
AKTIEN VERWENDET
Im Jahr 2008 erwarten wir eine weiterhin
starke Generierung von Free Cashflow aus dem operativen
Geschäft. Wir beabsichtigen, die überschüssigen Mittel von
300 Mio. € bis 400 Mio. € größtenteils in den Rückkauf von
adidas Aktien zu investieren.
siehe Nachtrag Damit unterstützen
wir die weitere Verbesserung des Ergebnisses je Aktie,
um so den Shareholder Value zu steigern. Infolgedessen rechnen
wir damit, dass unsere Nettofinanzverbindlichkeiten am Jahresende
auf dem Vorjahresniveau oder leicht darunter liegen werden.
Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit wird
dazu verwendet werden, den Bedarf an kurzfristigem Betriebskapital,
Investitionsaktivitäten sowie Dividendenzahlungen zu
finanzieren. Eine strikte Kontrolle des kurzfristigen Betriebskapitals
und disziplinierte Investitionstätigkeit sollen dazu
beitragen, den Cashflow des Konzerns im Geschäftsjahr 2008
zu optimieren. Für das Jahr 2009 und darüber hinaus sehen
wir noch mehr Potenzial für die Generierung von Free Cashflow.
Ferner sind wir auf dem besten Weg, unser mittelfristig
angestrebtes Ziel eines Verschuldungsgrads von unter 50 %
zu erreichen (2007: 58,4 %).
EFFIZIENTES LIQUIDITÄTSMANAGEMENT FÜR 2008 UND
DARÜBER HINAUS
Im Geschäftsjahr 2008 ist effizientes Liquiditätsmanagement
nach wie vor eine hohe Priorität für den
adidas Konzern. Wir konzentrieren uns darauf, den Mittelzufluss
aus der operativen Geschäftstätigkeit unserer Markensegmente
kontinuierlich zu prognostizieren, da dieser die Hauptquelle
für liquide Mittel im Konzern darstellt. Die Liquiditätsprognose
erfolgt anhand eines mehrjährigen Finanz- und Liquiditätsplans
auf vierteljährlicher Basis. Die langfristige Liquidität wird
durch kontinuierlich positiven Free Cashflow und ausreichend
ungenutzte Kreditlinien sichergestellt.
siehe Treasury Wir
planen deshalb keine wesentlichen Finanzierungsinitiativen
für das Jahr 2008.
KONZERN BEABSICHTIGT 19 % HÖHERE DIVIDENDE VORZUSCHLAGEN
Wir sind fest entschlossen, weiterhin 15 % bis
25 % des Jahresüberschusses auszuschütten. Wir beabsichtigen
bei unserer Hauptversammlung am 8. Mai 2008 für das
Geschäftsjahr 2007 eine Dividende von 0,50 € pro Aktie vorzuschlagen
(2006: 0,42 €). Basierend auf der Anzahl der im
Umlauf befindlichen Aktien zum Ende des Geschäftsjahres 2007
wird die Ausschüttungssumme um 19 % auf 102 Mio. € steigen
(2006: 85 Mio. €). Das Gewinnwachstum von 14 % wird damit
deutlich übertroffen werden. Dies entspricht einem Ausschüttungssatz
von 19 % (2006: 18 %) und unterstreicht unser
Vertrauen in die zukünftige Geschäftsentwicklung des Konzerns.
Allerdings könnte sich die Gesamtausschüttung sowie der
Ausschüttungssatz aufgrund des Aktienrückkaufprogramms
geringfügig verringern. Für die Zukunft erwarten wir, dass
der Anstieg der Dividendenausschüttung etwa dem Wachstum
des auf Anteilseigner entfallenden Gewinns entsprechen wird.
KEINE WESENTLICHEN VERÄNDERUNGEN DER KONZERNSTRUKTUR
ERWARTET
Im Jahr 2008 erwarten wir lediglich
geringfügige Veränderungen der Konzernstruktur. Veränderungen
im Reebok Segment könnten sich aus dem Rückkauf von
Vertriebsrechten für die Marke Reebok ergeben, die im Jahr
2008 von Fall zu Fall evaluiert werden. Der Rückkauf könnte
in Ländern erfolgen, in denen wir langfristige Wachstumschancen
für das Reebok Geschäft erwarten und der Kaufpreis
angemessen ist. Im Segment TaylorMade-adidas Golf wird
die Veräußerung der Marke Maxfli keine wesentlichen Veränderungen
nach sich ziehen.
siehe Nachtrag
EHRGEIZIGE ZIELE NICHT-FINANZIELLER ART FÜR 2008 UND
DARÜBER HINAUS
Zusätzlich zu den ehrgeizigen Finanzzielen
für den Konzern im Jahr 2008 haben wir uns auch einige Ziele
nicht-finanzieller Art gesetzt, um den anhaltenden, langfristigen
Erfolg des Konzerns zu sichern. Zu den wichtigen
erwarteten Entwicklungen nicht-finanzieller Art innerhalb des
adidas Konzerns im Jahr 2008 und darüber hinaus zählen:
Selbst kontrollierte Verkaufsflächen: Wir beabsichtigen,
unsere Initiativen hinsichtlich selbst kontrollierter Verkaufsflächen
siehe Konzernstrategie bis zum Jahr 2010 auf mindestens
30 % des Konzernumsatzes auszuweiten. Daher wollen
wir die eigenen Einzelhandelsaktivitäten unseres Konzerns
weiter ausbauen. Neueröffnungen eigener Läden werden sich
hauptsächlich auf Schwellenländer konzentrieren, insbesondere
auf Russland. Dort planen wir im Jahr 2008 die Eröffnung von
über 100 konzerneigenen Läden. Wir erweitern außerdem
unser Franchise-Netz in Ländern wie Indien, der Türkei, Korea
und Polen. Die Anzahl der so genannten Mono-branded Stores
von adidas und Reebok in China soll bis zum Jahr 2010 auf
ca. 7.000 steigen (zum Jahresende 2007: ca. 4.000). Darüber
hinaus sind Key Account Initiativen wie Shop-in-Shops oder
ähnliche Lösungen, insbesondere in den USA und Großbritannien
ein wichtiger Trend, den wir in Zukunft in erheblichem Maße
nutzen wollen.
Global Operations: Da unsere Produkte fast ausschließlich
von unabhängigen Zulieferern hergestellt werden, strebt
der Konzernbereich Global Operations kontinuierlich danach,
das Netz an Zulieferern zu optimieren und Initiativen einzuführen,
um die Kosteneffizienz zu maximieren, Vorlaufzeiten zu reduzieren
und eine gleich bleibend hohe Produktqualität zu garantieren.
Auch im Jahr 2008 haben wir uns weitere Verbesserungen in
der Beschaffungskette zum Ziel gesetzt.
siehe Global Operations
Nachhaltigkeit: Als verantwortungsbewusstes Unternehmen
sind wir fest entschlossen, unsere Performance in den Bereichen
Soziales und Umwelt in den kommenden Jahren weiter zu
verbessern. Für das Jahr 2008 planen wir unsere Beziehung
zu Regierungen in wichtigen Beschaffungsländern weiter zu
intensivieren, um gesellschaftliche Veränderungen und Gesetzesreformen
zum Wohle unserer Mitarbeiter und der Beschäftigten
unserer Zulieferer zu fördern. Des Weiteren wollen wir
die externe Überwachung unserer Lieferanten zweiten und
dritten Grades verbessern. Schließlich haben wir vor, die
Instrumente und Prozesse extern verifizieren zu lassen, die wir
zur Auswahl der in unseren Produkten eingesetzten organischen
und recycelten Materialen verwenden.





