Das Jahr 2008 wird für den adidas Konzern voraussichtlich erneut ein erfolgreiches Jahr werden. Angesichts unserer aktuellen Produkt-Pipeline und der geplanten Marketingaktivitäten erwarten wir starke Umsatz- und Gewinnergebnisse – trotz negativer gesamtwirtschaftlicher Signale in wichtigen Märkten wie den USA. Wir rechnen damit, dass die beiden globalen Sportereignisse in diesem Jahr – die Fußball-Europameisterschaft (UEFA EURO 2008™) und die Olympischen Spiele in Peking – die Entwicklung des adidas Segments unterstützen werden. Unser Hauptaugenmerk wird darüber hinaus auf die Erzielung weiterer Fortschritte bei der Revitalisierung von Reebok gerichtet sein. Im Vergleich zum Vorjahr werden die Umsatz- und Kostensynergien aus der Reebok Integration für den Konzern zunehmen. Wir erwarten daher ein Wachstum des Konzernumsatzes im hohen einstelligen Bereich auf währungsbereinigter Basis. Zu diesem Wachstum werden alle unsere Marken beitragen. Außerdem prognostizieren wir Verbesserungen sowohl bei der Rohertragsmarge (zwischen 47,5 % und 48 %) als auch bei der operativen Marge (mindestens 9,5 %). Der auf Anteilseigner entfallende Gewinn wird im Jahr 2008 voraussichtlich um mindestens 15 % steigen.
WICHTIGE SPORTEREIGNISSE WIRKEN SICH AUF ERGEBNISSE
2008 AUS
Die UEFA EURO 2008™ und die Olympischen
Spiele in Peking, werden die operative Geschäftstätigkeit des
Konzerns voraussichtlich positiv beeinflussen.
Als Offizieller Sponsor der UEFA EURO 2008™ wird adidas sowohl durch starke Markenpräsenz als auch in Form von zusätzlichen Umsätzen mit Fußballprodukten von diesem Turnier profitieren. Infolgedessen rechnen wir im Jahr 2008 mit einem deutlichen Umsatzanstieg der Marke adidas in der wichtigen Kategorie Fußball auf ein neues Rekordniveau von über 1,2 Mrd. €. Allerdings gehen wir nicht davon aus, dass sich dieses Ereignis positiv auf die operative Marge der Marke adidas auswirken wird, da das Umsatzwachstum voraussichtlich von einem moderaten Anstieg des Marketing Working Budgets ausgeglichen wird.
Die Olympischen Spiele werden in China, einem der weltweit am schnellsten wachsenden Märkte für Sportartikel, das wichtigste Sportereignis aller Zeiten sein. adidas ist Offizieller Sportswear Partner der Olympischen Spiele 2008 in Peking und rüstet 16 Nationale Olympische Komitees aus. Außerdem ist adidas Ausrüster aller technischen Funktionäre und mehr als 100.000 freiwilliger Helfer. Damit wird adidas die sichtbarste Marke der Spiele sein. Auch für Reebok erwarten wir eine positive Auswirkung. Reebok wird in China von der Partnerschaft mit Yao Ming, Chinas prominentestem Athleten, profitieren. Infolgedessen rechnen wir damit, dass unser Engagement bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking eine positive, langfristige Auswirkung auf die Entwicklung von Image und Umsatz sowohl bei adidas als auch bei Reebok haben wird. Darüber hinaus erwarten wir, dass der Konzern – auch aufgrund dieser Veranstaltung – im Jahr 2008 die Marktführerschaft in China übernehmen wird. Angesichts begrenzter Kommerzialisierungsmöglichkeiten der speziell für olympische Disziplinen entwickelten Produkte erwarten wir kurzfristig jedoch keine wesentlichen Umsatzzuwächse direkt im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen 2008. Die Marketingausgaben für dieses Ereignis werden aber zu einem geringfügigen Anstieg des Marketing Working Budgets beider Marken führen.
ZUNEHMENDE UMSATZ- UND KOSTENSYNERGIEN IM
JAHR 2008
Hinsichtlich der Umsatz- und Kostensynergien im
Zusammenhang mit der Reebok Integration haben wir uns
für das Jahr 2008 ehrgeizige Ziele gesetzt. Der Konzern wird
im Jahr 2008 voraussichtlich Umsatzsynergien in Höhe von
etwa
250 Mio. € realisieren (2007: ca. 100 Mio. €). Diese werden
sich auf die Umsatzentwicklung in den Segmenten adidas
und
Reebok positiv auswirken. Die Umsatzsynergien kommen
hauptsächlich aus stärkerem Umsatzwachstum in den Schwellenländern
Europas und Asiens, in denen
Reebok seine Vertriebsrechte
zurückgekauft hat. Der Anstieg der Umsatzsynergien
bei adidas
resultiert aus dem weiteren Ausbau der exklusiven
Partnerschaft zwischen adidas
und der NBA, insbesondere
in Asien, sowie der Nutzung der Sports Licensed Division für
andere Lizenzprodukte in Nordamerika, wie z.B. im Bereich
College Sport. Einmalkosten im Zusammenhang mit der Realisierung
dieser Synergien werden im Jahr 2008 schätzungsweise
zwischen 15 Mio. € und 25 Mio. € liegen (2007: ca. 25 Mio. €).
Des Weiteren rechnen wir im Jahr 2008 mit Kostensynergien aus der Reebok Integration in Höhe von rund 175 Mio. € (2007: ca. 90 Mio. €). Dieser Anstieg wird sich sowohl positiv auf die Entwicklung der Umsatzkosten als auch auf die operativen Aufwendungen auswirken. Durch die Optimierung der Beschaffungskette werden wir weiterhin Umsatzkostensynergien erzielen. Auch bei den operativen Aufwendungen des Konzerns werden wir durch verschiedene Initiativen Kostensynergien realisieren. Dazu gehören z.B. die Zusammenlegung des Einkaufs von Werbezeiten und -flächen, die gemeinsame Nutzung von Büros in Europa und Asien, die Harmonisierung und Konsolidierung unserer IT-Systeme, die Eliminierung von Doppelfunktionen und die gemeinsame Nutzung von Finanz- und Verwaltungsfunktionen im ganzen Konzern. Wir rechnen im Jahr 2008 mit Einmalkosten von ca. 70 Mio. € (2007 ca. 70 Mio. €), die zur Erreichung der Kostensynergieziele anfallen. Die Nettokostensynergien im Jahr 2008 werden daher auf voraussichtlich rund 105 Mio. € steigen (2007: ca. 20 Mio. €).
ABLAUF DER BESCHAFFUNGSVEREINBARUNG MIT AMER
WIRKT SICH VORAUSSICHTLICH NEGATIV AUF UMSATZ IM
SEGMENT HQ / KONSOLIDIERUNG AUS
Aufgrund des Ablaufs
der Kooperationsvereinbarung des Konzerns mit Amer Sports
Corporation im ersten Quartal 2008 wird der im Segment
HQ / Konsolidierung erfasste Umsatz zurückgehen. Im Rahmen
dieser Vereinbarung beschaffte der Konzern für einen befristeten
Zeitraum Produkte für Salomon zu einer festgelegten Einkaufsprovision,
um die Übertragung der Salomon Geschäftsaktivitäten
auf Amer Sports Corporation zu unterstützen. Da diese Vereinbarung
Margen vorsieht, die unterhalb des Konzerndurchschnitts
liegen, wird sich der Ablauf dieser Vereinbarung positiv auf die
Rohertragsmarge und die operative Marge des Konzerns auswirken.
Aufgrund des geringen Umfangs des in der Kooperationsvereinbarung
festgelegten Geschäfts wird die Auswirkung
allerdings begrenzt sein.
ABFLAUEN DES WELTWIRTSCHAFTSWACHSTUMS FÜR 2008
ERWARTET
Die Weltbank prognostiziert für das Jahr 2008 ein
Abflauen des Weltwirtschaftswachstums auf etwa 3 %. Die
jüngsten Finanzmarktturbulenzen infolge der US-Kreditkrise
und ihre Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft gelten als
Hauptursachen dieser Entwicklung.
Die Eurozone wird im Jahr 2008 voraussichtlich ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP ) von unter 2 % erzielen. Faktoren wie die Unsicherheit an den Finanzmärkten, ein schwächerer Export und eine weitere Stärkung des Euro dürften das Wachstum in der Region beeinträchtigen. Das Konsumentenvertrauen wird Prognosen zufolge weiter abnehmen. Gründe dafür sind vor allem die Kreditverknappung und die unsichere Lage an den Finanzmärkten sowie die steigenden Energiekosten. Die Schwellenländer der Region bleiben von diesen Unsicherheiten weitestgehend unberührt. Es wird ein Wachstum des BIP von etwa 5 % prognostiziert.
Für Nordamerika wird ein Rückgang des BIP-Wachstums im Vorjahresvergleich auf einen Wert von unter 2 % prognostiziert. Besonderen Anlass zur Sorge bietet der erwartete Rückgang der Konsumentenausgaben in der ersten Jahreshälfte aufgrund der weiter angespannten Lage des Immobilienmarkts und des unverändert hohen Ölpreises. Ein Regierungsprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft sollte das Konsumentenvertrauen in den USA im zweiten Halbjahr 2008 jedoch wieder leicht steigern.
In Asien werden die bevölkerungsreichsten Länder der Region wie China und Indien auch im Jahr 2008 den größten Beitrag zum Wirtschaftswachstum in der Region leisten. Im Vergleich zum Jahr 2007 wird eine leichte Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Asien (Japan ausgenommen) auf etwa 9 % vorhergesagt. Das Konsumklima sollte sich dabei trotz der Schwankungen an den Finanzmärkten in den meisten Ländern weiterhin sehr positiv entwickeln. Die zunehmende Instabilität der internationalen Finanzmärkte hat die kurzfristigen Prognosen für Japan eingetrübt, so dass eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf maximal 2 % zu erwarten ist. Solide Unternehmensgewinne, steigende Beschäftigungszahlen und eine positive Exportentwicklung werden voraussichtlich von verhaltenen Konsumausgaben und dem damit einhergehenden Rückgang der Binnennachfrage gedämpft.
Das konjunkturelle Wachstum in Lateinamerika dürfte gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgehen und unter 4,5 % liegen. Wie in den vergangenen Jahren werden der private Konsum (trotz leichter Abkühlung des Konsumentenvertrauens) und der florierende Export die Hauptwachstumsfaktoren sein.
UNEINHEITLICHER AUSBLICK FÜR WELTWEITE SPORTARTIKELBRANCHE
Die weltweite Sportartikelbranche wird im
Jahr 2008 voraussichtlich ein moderates Wachstum verzeichnen.
Für Asien, Lateinamerika und die europäischen Schwellenländer
gehen wir von starkem Wachstum aus, in den USA
erwarten
wir einen leichten Rückgang des Marktes.
MODERATES WACHSTUM FÜR EUROPÄISCHE SPORTARTIKELBRANCHE
ERWARTET
Für den europäischen Sportartikelmarkt
erwarten wir ein Wachstum im niedrigen
einstelligen
Bereich. Im ersten Halbjahr 2008 wird sich die
Branche voraussichtlich stark auf die UEFA EURO 2008™
konzentrieren.
Daraus sollte sich ein positiver Impuls für das
ansonsten
eher schwache Einzelhandelsumfeld in Westeuropa
ergeben. Die Auswirkungen werden jedoch wohl etwas geringer
ausfallen als zunächst angenommen,
da sich England für
dieses
Turnier nicht qualifizieren
konnte. England ist traditionell
der größte Markt der Region für Fußball-Lizenzbekleidung.
Nach diesem Turnier wird das Wachstum der Branche auf
Regionen-Ebene wohl hauptsächlich durch die Schwellenländer,
insbesondere
Russland, getrieben werden.
VORAUSSICHTLICHER RÜCKGANG DES SPORTARTIKELMARKTS
IN NORDAMERIKA
Für das Jahr 2008 gehen wir von
einem Umsatzrückgang auf dem nordamerikanischen Markt
aus. Niedrigere Konsumentenausgaben, das intensive Wettbewerbsumfeld
unter den Einzelhändlern in den Einkaufszentren
und eine Polarisierung der Preise werden die Marktentwicklung
weiter belasten. Die uneinheitliche Entwicklung der verschiedenen
Produktkategorien und Vertriebskanäle wird im Jahr 2008
voraussichtlich weiter anhalten. Während wir von einem
weiteren
Wachstum bei Schuhen in den Kategorien Running
und Fußball sowie bei Trainingsbekleidung ausgehen, erwarten
wir einen Rückgang der Umsatzzahlen in den Kategorien
Basketball und Classics. Wir gehen außerdem von einem
anhaltend
intensiven Wettbewerb auf dem nordamerikanischen
Golfmarkt im Jahr 2008 aus: Viele Marktteilnehmer bringen
neue Technologien auf den Markt, die den von der USGA
(United States Golf Association) gewährten größeren Spielraum
bei der individuellen Anpassung von Metallhölzern und Eisen
ausnutzen.
WEITERE EXPANSION DER ASIATISCHEN SPORTARTIKELBRANCHE
ERWARTET
In Asien wird der Sportartikelmarkt
voraussichtlich
weiter im hohen einstelligen Bereich wachsen.
Der insgesamt schwache private Konsum in Japan könnte
sich negativ auf die durchschnittlichen Verkaufspreise in der
Sportartikelbranche auswirken. In den Schwellenländern,
insbesondere
in China, erwarten wir, unterstützt durch die
bevorstehenden
Olympischen Spiele in Peking, ein Branchenwachstum
im niedrigen zweistelligen Bereich.
LATEINAMERIKANISCHE SPORTARTIKELBRANCHE
VORAUSSICHTLICH WEITER VON HANDELSSCHRANKEN
BEEINTRÄCHTIGT
In Lateinamerika gehen wir für die Branche
von Wachstumsraten im mittleren einstelligen Bereich aus.
Die Dynamik der lateinamerikanischen Sportartikelbranche
wird sich unserer Einschätzung nach fortsetzen. Anlass zur
Sorge bieten allerdings immer mehr Handelsschranken, die
in einzelnen Märkten wie Argentinien und Brasilien errichtet
werden.
ADIDAS AUFTRAGSBESTÄNDE (WÄHRUNGSBEREINIGT)1)
Entwicklung nach Produktkategorien und Regionen in %
| Europa | Nord- Amerika |
Asien | Gesamt | |
| Schuhe | 14 | - 5 | 29 | 13 |
| Bekleidung | 20 | 4 | 30 | 20 |
| Gesamt2) | 18 | - 2 | 28 | 17 |
1) Am Jahresende, im Vorjahresvergleich.
2) Beinhaltet Auftragsbestände für Sportzubehör.
ADIDAS AUFTRAGSBESTÄNDE (IN €)1)
Entwicklung nach Produktkategorien und Regionen in %
| Europa | Nord- Amerika |
Asien |
Gesamt | |
| Schuhe |
11 | – 14 | 22 | 8 |
| Bekleidung |
17 | – 6 | 23 | 15 |
| Gesamt2) | 15 |
– 11 |
22 |
12 |
1) Am Jahresende, im Vorjahresvergleich.
2) Beinhaltet Auftragsbestände für Sportzubehör.
|
ADIDAS AUFTRAGSBESTÄNDE (WÄHRUNGSBEREINIGT)1) Entwicklung nach Quartalen in % |
|
![]() |
|
| 1) | Im Vorjahresvergleich. |
ADIDAS KONZERNUMSATZ ÜBERTRIFFT WACHSTUMSRATEN
DER GESAMTWIRTSCHAFT
Aufgrund unserer Innovationsstärke,
operativen Leistungsfähigkeit und regionalen Diversifizierung
sind wir zuversichtlich, dass der Anstieg des Konzernumsatzes
auch im Jahr 2008 wieder das Wachstum der Weltwirtschaft
übertreffen wird. Wir rechnen außerdem damit, dass
das Umsatzwachstum des Konzerns mindestens genauso hoch
sein wird wie das allgemeine Wachstum der Sportartikelbranche.
Unsere Umsätze in Asien und Lateinamerika werden
dabei voraussichtlich zweistellige Wachstumsraten verzeichnen.
Möglich wird dies durch den hohen Wiedererkennungswert
unserer Marken und die Verbesserung der Vertriebsinfrastruktur.
Damit wachsen wir in diesen beiden Regionen
voraussichtlich schneller als die Gesamtwirtschaft und die
Sportartikelbranche. Auch in Europa rechnen wir durch den
positiven Einfluss der UEFA EURO 2008™ mit einem im Vergleich
zur Gesamtwirtschaft und der Sportartikelbranche
höheren Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen
Bereich. In Nordamerika werden unsere Umsatzerlöse jedoch
aufgrund des herausfordernden Marktumfelds und des verschärften
Wettbewerbs im Einzelhandel moderat zurückgehen.
Diese Entwicklung wird voraussichtlich der Entwicklung der
Branche in dieser Region entsprechen.
UMSATZANSTIEG BEI DER MARKE ADIDAS IM HOHEN
EINSTELLIGEN BEREICH
Für das Jahr 2008 prognostizieren wir
für die Marke adidas ein währungsneutrales Umsatzwachstum
im hohen einstelligen Bereich. Dabei gehen wir von Wachstum
sowohl in der adidas Sport Performance Division als auch
in der adidas Sport Style Division aus. In der Sport Performance
Division erwarten wir, dass Fußball im Jahr 2008 eine der am
schnellsten wachsenden Kategorien sein wird. Als Offizieller
Sponsor der UEFA EURO 2008™ wird adidas durch zusätzliche
Umsätze im Fußballbereich von diesem Turnier profitieren.
Darüber hinaus erwarten wir deutliche Verbesserungen in den
Sport Performance Kategorien Running, Training und Basketball,
getrieben durch überzeugende neue Produkte. Hohe
Auftragsbestände, positives Feedback aus dem Einzelhandel
und auf Messen sowie die geplante weitere Expansion im
eigenen Einzelhandel, für den keine Auftragsbestände erfasst
werden, unterstützen unsere ehrgeizigen Wachstumserwartungen
für das Jahr 2008.
KRÄFTIGES WACHSTUM DER ADIDAS AUFTRAGSBESTÄNDE
Die Auftragsbestände der Marke adidas lagen zum Jahresende
2007 währungsbereinigt um 17 % über dem Vorjahresniveau.
Diese Verbesserung wurde durch die Stärke von adidas in allen
wichtigen Kategorien getrieben. Insbesondere in Europa wirkten
sich Aufträge für Produkte im Zusammenhang mit der
UEFA EURO 2008™ positiv auf die Entwicklung der Auftragsbestände
aus. In Euro stiegen die Auftragsbestände von adidas
um 12 %. Die Auftragsbestände bei Schuhen legten währungsbereinigt
um 13 % zu (+ 8 % in Euro). Zweistellige Zuwächse
sowohl in Asien als auch in Europa glichen einen Rückgang
in Nordamerika mehr als aus. Bei Bekleidung stiegen die
Auftragsbestände währungsbereinigt um 20 % (+ 15 % in Euro).
Verantwortlich hierfür waren kräftige zweistellige Zuwächse
in Asien und Europa. Die Auftragsbestände bei Sportzubehör
legten aufgrund von Wachstum in Asien und Europa mit einer
zweistelligen Steigerungsrate zu.
REEBOK AUFTRAGSBESTÄNDE (WÄHRUNGSBEREINIGT)1)
Entwicklung nach Produktkategorien und Regionen in %
| Europa | Nord- amerika |
Asien |
Gesamt |
|
| Schuhe |
9 |
– 30 |
6 |
– 12 |
| Bekleidung |
– 13 |
19 |
20 |
3 |
| Gesamt2) | – 1 |
– 20 |
12 |
– 8 |
1) Am Jahresende, im Vorjahresvergleich.
2) Beinhaltet Auftragsbestände für Sportzubehör.
REEBOK AUFTRAGSBESTÄNDE (IN €)1)
Entwicklung nach Produktkategorien und Regionen in %
| Europa |
Nord- Amerika |
Asien |
Gesamt |
|
| Schuhe |
6 |
– 36 |
– 0 |
– 18 |
| Bekleidung |
– 16 |
8 |
14 |
– 3 |
| Gesamt2) | – 4 |
– 27 |
5 |
– 14 |
1) Am Jahresende, im Vorjahresvergleich.
2) Beinhaltet Auftragsbestände für Sportzubehör.
|
REEBOK AUFTRAGSBESTÄNDE (WÄHRUNGSBEREINIGT)1) Entwicklung nach Quartalen in % |
|
![]() |
|
| 1) | Im Vorjahresvergleich. |
UMSATZANSTIEG FÜR REEBOK SEGMENT IM NIEDRIGEN BIS
MITTLEREN EINSTELLIGEN BEREICH ERWARTET
Im Reebok
Segment rechnen wir im Jahr 2008 mit einem währungsbereinigten
Umsatzanstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen
Bereich. Dabei gehen wir von einer Umsatzsteigerung bei
Reebok, Reebok-CCM Hockey und Rockport aus. Bei Reebok
konzentrieren wir uns weiterhin darauf, die Position dieser
Marke im Sportbereich zu stärken. Dazu werden wir eine Reihe
neuer Produkte in den Kategorien Running und Women’s einführen.
siehe Reebok Produkte und Kampagnen Außerdem werden
Produkteinführungen bei amerikanischen Sportarten unseren
zusätzlichen Fokus auf den wichtigen nordamerikanischen
Markt verdeutlichen. Darüber hinaus planen wir eine sichtbare
Erweiterung des Lifestyle-Angebots der Marke. Wir
erwarten eine positive Umsatzentwicklung bei Reebok-CCM Hockey und Rockport, getrieben durch neue Produktkollektionen.
Feedback aus dem Einzelhandel und auf Messen,
insbesondere in Schwellenländern, untermauert die Wachstumserwartungen
von Reebok im Jahr 2008.
AUFTRAGSBESTÄNDE DER MARKE REEBOK GEHEN ZURÜCK
Die Auftragsbestände der Marke Reebok lagen zum Jahresende
2007 währungsbereinigt um 8 % unter dem Vorjahresniveau.
In Euro entspricht dies einem Rückgang um 14 %. Die Auftragsbestände
im Bereich Schuhe gingen währungsneutral um 12 %
zurück (– 18 % in Euro). Hauptgrund hierfür waren weniger
Aufträge von Einzelhändlern in den Einkaufszentren in Nordamerika
zur Auslieferung in der ersten Jahreshälfte 2008.
Bei Bekleidung stiegen die Auftragsbestände währungsbereinigt
um 3 % (– 3 % in Euro). Die Auftragsbestände im Bereich Sportzubehör
verringerten sich zweistellig aufgrund von Rückgängen
in der Kategorie Eishockey. Wir rechnen damit, dass sich die
Reebok Auftragsbestände im Jahresverlauf aufgrund einer
verbesserten Produktpalette sowie der Präsentation der „Your
Move“ Kampagne verbessern werden.
UMSATZ BEI TAYLORMADE-ADIDAS GOLF STEIGT IM MITTLEREN
EINSTELLIGEN BEREICH
Unsere hochwertige Produkt-Pipeline wird dazu beitragen, dass TaylorMade-adidas Golf im
Jahr 2008 eine währungsbereinigte Umsatzsteigerung im mittleren
einstelligen Prozentbereich verzeichnen wird. Hauptwachstumsträger
werden neu eingeführte Produkte sein, vor allem
in den TaylorMade Kategorien Metallhölzer und Eisen sowie
im Schuh- und Bekleidungsbereich bei adidas Golf.
Da sich das Bestellverhalten in der Golfbranche von dem
in den anderen Bereichen unseres Geschäfts unterscheidet,
machen wir keine Angaben zu den Auftragsbeständen für
TaylorMade-adidas Golf. Messe-Erfolge und der laufende Dialog
mit unseren Kunden bestätigen uns jedoch in der Erwartung
einer anhaltend positiven Entwicklung in diesem Segment.
ZEITPLAN FÜR PRODUKTEINFÜHRUNGEN 2008
| Produkt |
Marke |
Einführung |
| Predator® PowerSwerve Fußballschuh |
adidas |
Nov. 2007 |
| adiPure Fußballschuh |
adidas |
Dez. 2007 |
| EUROPASS, Spielball der UEFA EURO 2008™ |
adidas |
Dez. 2007 |
| adiSTAR Control 4 Laufschuh |
adidas |
Jan. |
| adidas Originals „Handbags For Feet“ Bekleidungs- und Schuhkollektion |
adidas |
Jan. |
| adidas Originals Denim by Diesel Bekleidungskollektion |
adidas |
Feb. |
| Stella McCartney „Golf“ Bekleidungskollektion | adidas |
Feb. |
| adidas Originals „adidas Grün“ Bekleidungs- und Schuhkollektion |
adidas |
Mär. |
| adiZero CS Laufschuh |
adidas |
Mär. |
| F50 TUNiT™ Fußballschuh |
adidas |
Mär. |
| miCoach Trainingssystem |
adidas |
Mär./Apr. |
| Women‘s Yatra Trainingsbekleidungs- und Schuhkollektion |
adidas |
Jul. |
| adiSTAR Revolt Laufschuh | adidas |
Sept. |
| Team Signature Creator Basketballschuh |
adidas |
Okt. |
| Men’s Trainingsbekleidung TECHFIT™ POWERWEB |
adidas |
Dez. |
| Freestyle Cities Kollektion |
Reebok |
durchgängig |
| Avon Pink Ribbon Bekleidungs- und Schuhkollektion |
Reebok |
Jan./Feb. |
| Hex Ride Rally Laufschuh |
Reebok |
Feb. |
| KFS Sprintfit II Pro Fußballschuh |
Reebok |
Feb.–Jul. |
| Vince Young Electrify SD (American Football Schuh) |
Reebok |
Mai |
| Voltron Schuhkollektion für Männer |
Reebok |
Jun. |
| Premier Verona KFS Laufschuh |
Reebok |
Jul. |
| Yao Pump Omni Hex Ride Basketballschuh |
Reebok |
Aug. |
| Women’s American Football Bekleidung |
Reebok |
Aug./Sept. |
| Big Papi 2M (Baseball Schuh) |
Reebok |
Okt. |
| Rbk OPS 7K Sickick Eishockeyschläger |
Reebok-CCM Hockey |
Nov. 2007 |
| CCM Vector U+ Eishockeyschläger |
Reebok-CCM Hockey |
Mai |
| Rockport Signature Serie |
Rockport |
Mär. |
| Golfbälle Tour Preferred® Red und Black |
TaylorMade-adidas Golf |
Jan. |
| Golfbälle Burner® und Burner® TP |
TaylorMade-adidas Golf |
Jan. |
| TOUR360 LTD adidas Golf Schuh |
TaylorMade-adidas Golf |
Feb. |
| TECHFIT™ POWERWEB adidas Golf Bekleidungskollektion |
TaylorMade-adidas Golf |
Mär. |
| r7® CGB MAX Limited Driver |
TaylorMade-adidas Golf |
Apr. |
| r7® CGB MAX Rescue Hybrid |
TaylorMade-adidas Golf |
Apr. |
| Tour Burner® TP Driver |
TaylorMade-adidas Golf |
Apr. |
| Tour Burner® Eisen |
TaylorMade-adidas Golf |
Apr. |
WEITERER ANSTIEG DER ROHERTRAGSMARGE DES KONZERNS
ERWARTET
Die Rohertragsmarge des adidas Konzerns wird
im Jahr 2008 voraussichtlich moderat ansteigen. Wir rechnen
infolge von Verbesserungen in allen drei Markensegmenten
mit einer Rohertragsmarge für den Konzern zwischen 47,5 %
und 48 %.
Im adidas Segment wird die Verbesserung der Rohertragsmarge hauptsächlich auf den weiteren Ausbau der eigenen Einzelhandelsaktivitäten, einen verbesserten Produktmix und eine ausgewogenere regionale Umsatzverteilung zurückzuführen sein.
Auch im Reebok Segment prognostizieren wir einen Anstieg der Rohertragsmarge dank eines verbesserten Produktmix infolge der Fokussierung auf Produktbereiche mit höheren Margen. Geringere Lagerräumungsaktivitäten sowie ein verbesserter Vertriebsmix und eine ausgewogenere regionale Umsatzverteilung werden voraussichtlich ebenfalls zum Anstieg der Rohertragsmarge im Reebok Segment beitragen. Außerdem werden wir sowohl bei adidas als auch bei Reebok unsere Bemühungen fortsetzen, die operative Effizienz unserer Beschaffungskette zu verbessern. Dadurch erwarten wir weitere positive Effekte auf die Umsatzkosten.
Bei TaylorMade-adidas Golf rechnen wir ebenfalls mit einer Verbesserung der Rohertragsmarge. Verantwortlich hierfür werden in erster Linie ein optimierter Produktmix sowie geringere Lagerräumungsaktivitäten sein.
Der Ablauf der Kooperationsvereinbarung des Konzerns mit Amer Sports Corporation im ersten Quartal 2008 wird die Entwicklung der Rohertragsmarge im Segment HQ / Konsolidierung positiv beeinflussen. Die anhaltende Stärke des Euro im Jahr 2008 wird sich ebenfalls – wenn auch nur geringfügig – positiv auf die Rohertragsmarge auswirken.
Infolge höherer Rohstoffpreise, gestiegener Frachtkosten sowie höherer Lohnkosten wird sich die positive Entwicklung der Rohertragsmarge in allen Segmenten im Verlauf des Jahres voraussichtlich abschwächen.
OPERATIVE AUFWENDUNGEN STEIGEN VORAUSSICHTLICH
Im Jahr 2008 rechnen wir im Vorjahresvergleich mit einem
Anstieg der operativen Aufwendungen des Konzerns im Verhältnis
zum Umsatz aufgrund höherer operativer Aufwendungen in
allen drei Markensegmenten. Hierfür wird vor allem ein höheres
Marketing Working Budget im Verhältnis zum Umsatz sowohl
bei adidas als auch bei Reebok verantwortlich sein. Bei den
operativen Gemeinkosten im Verhältnis zum Umsatz erwarten
wir einen moderaten Anstieg in allen Markensegmenten.
VORAUSSICHTLICH HÖHERES MARKETING WORKING BUDGET
Wir erwarten, dass das Marketing Working Budget im Verhältnis
zum Umsatz im Jahr 2008 ansteigen wird. Bei der Marke adidas
werden die höheren Marketingaufwendungen hauptsächlich
im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2008™ und den Olympischen
Spielen in Peking stehen. Bei Reebok wird die neue
Markenkampagne „Your Move“
siehe Reebok Produkte und Kampagnen, im Jahr 2008 zu einem höheren Marketing Working Budget
führen. Wir gehen davon aus, dass das Marketing Working
Budget von TaylorMade-adidas Golf im Verhältnis zum Umsatz
im Jahr 2008 stabil bleiben wird.
ZIELE DES ADIDAS KONZERNS FÜR 2008
| Währungsbereinigtes Umsatzwachstum |
hoher einstelliger Bereich |
| Rohertragsmarge | 47,5 % bis 48 % |
| Operative Marge | mindestens 9,5 % |
| Gewinnsteigerung | mindestens 15 % |
ZIELE DES ADIDAS SEGMENTS FÜR 2008
| Währungsbereinigtes Umsatzwachstum |
hoher einstelliger Bereich |
| Rohertragsmarge |
steigend |
| Operative Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz |
steigend |
| Operative Marge |
steigend |
ZIELE DES REEBOK SEGMENTS FÜR 2008
| Währungsbereinigtes Umsatzwachstum |
niedriger bis mittlerer einstelliger Bereich |
| Rohertragsmarge |
steigend |
| Operative Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz |
steigend |
| Operative Marge |
steigend |
ZIELE DES TAYLORMADE-ADIDAS GOLF SEGMENTS FÜR 2008
| Währungsbereinigtes Umsatzwachstum |
mittlerer einstelliger Bereich |
| Rohertragsmarge |
steigend |
| Operative Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz |
steigend |
| Operative Marge |
steigend |
Wir rechnen vor allem aufgrund des geplanten deutlichen Ausbaus des eigenen Einzelhandels und aufgrund des Wachstums in Schwellenländern mit einem moderaten Anstieg der Mitarbeiterzahl des adidas Konzerns. Die Personalaufwendungen des adidas Konzerns werden deshalb voraussichtlich ebenfalls steigen.
Im Jahr 2008 wird der adidas Konzern erneut ca. 1 % des Umsatzes in Forschung und Entwicklung investieren. Im Vordergrund stehen dabei die Kategorien Running, Fußball, Basketball und Training bei den Marken adidas und Reebok sowie Golfausrüstung bei TaylorMade-adidas Golf. Wir planen auch die Zahl der Innovationsprojekte zu erhöhen. Aus diesem Grund beabsichtigen wir unsere Mitarbeiterzahl im Forschungs- und Entwicklungsbereich konzernweit aufzustocken.
Bilanztechnische Effekte im Zusammenhang mit der Kaufpreisaufteilung infolge der Reebok Akquisition werden sich im Jahr 2008 voraussichtlich mit einem Betrag von 10 Mio. € bis 20 Mio. € auf die operativen Aufwendungen des Konzerns auswirken (2007: 12 Mio. €).
VERBESSERUNG DER OPERATIVEN MARGE ERWARTET
Für das
Jahr 2008 rechnen wir für den Konzern mit einer Verbesserung
der operativen Marge auf mindestens 9,5 % (2007: 9,2 %).
Verantwortlich für diesen Anstieg werden Verbesserungen der
operativen Marge in allen Segmenten sein. Wir gehen davon
aus, dass die Verbesserung der Rohertragsmarge den Anstieg
der operativen Gemeinkosten im Verhältnis zum Umsatz in allen
Markensegmenten mehr als ausgleichen wird.
STEIGERUNG DES KONZERNGEWINNS UM MINDESTENS 15 %
Wir erwarten, dass der auf Anteilseigner entfallende Gewinn
im Geschäftsjahr 2008 um mindestens 15 % gegenüber dem
Wert von 551 Mio. € im Jahr 2007 steigen wird. Dies wäre für
den Konzern das achte Jahr in Folge mit einer zweistelligen
Gewinnsteigerung. Umsatzwachstum und eine höhere operative
Marge werden maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung
beitragen. Geringfügig niedrigere Zinsaufwendungen aufgrund
reduzierter durchschnittlicher Finanzverbindlichkeiten werden
die Gewinnentwicklung ebenfalls positiv beeinflussen. Dieser
Effekt wird durch eine im Vorjahresvergleich höhere Steuerrate
aufgrund leichter Verschiebungen in der regionalen Gewinnverteilung
teilweise ausgeglichen. Die Ergebnisanteile anderer
Gesellschafter werden im Jahr 2008 voraussichtlich weitgehend
unverändert bleiben.
VERBESSERUNG DER BILANZSTRUKTUR DURCH
MANAGEMENT DES KURZFRISTIGEN BETRIEBSKAPITALS
Das Management des operativen kurzfristigen Betriebskapitals
ist einer der Kernpunkte unserer Bemühungen, die Struktur
der Konzernbilanz zu verbessern.
siehe Internes Konzern-Managementsystem Ziel ist dabei die weitere Reduzierung
des operativen kurzfristigen Betriebskapitals im Verhältnis
zum Umsatz im Jahr 2008. Besonders durch sorgfältiges
Lagerbestandsmanagement lassen sich zusätzliche Verbesserungen
realisieren. Die Optimierung des Nachschubsmanagements
und die strikte Kontrolle der Altersstruktur der Vorräte
sind die Prioritäten unserer Working Capital Task Force für
das Jahr 2008. Zu den weiteren Bereichen, in denen wir zusätzliche
Verbesserungen anstreben, gehören Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen, die wir durch verstärkte Maßnahmen
zum Forderungseinzug reduzieren wollen. Außerdem
sollen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
durch Optimierung der Zahlungsbedingungen mit unseren
Lieferanten verbessert werden.
INVESTITIONSAUSGABEN VORAUSSICHTLICH ZWISCHEN
300 MIO. € UND 400 MIO. €
Im Jahr 2008 plant der adidas Konzern
300 Mio. € bis 400 Mio. € in materielle und immaterielle Vermögenswerte
zu investieren (2007: 289 Mio. €). Investitionen
werden vor allem in den Ausbau und die Verbesserung des
eigenen Einzelhandelsgeschäfts bei der Marke adidas fließen.
In Schwellenländern wird sich der Ausbau des eigenen Einzelhandels
bei der Marke Reebok ebenfalls auf die Investitionen
auswirken. Die Investitionsausgaben werden sich prozentual
ähnlich auf unsere Marken verteilen wie der Konzernumsatz.
Rund 50 % der gesamten Investitionen werden im Geschäftsjahr 2008 für Initiativen im Zusammenhang mit selbst kontrollierten Verkaufsflächen innerhalb des adidas Konzerns verwendet. Zu den weiteren Investitionsbereichen gehört die Einführung von SAP und anderen IT Systemen bei wichtigen Tochtergesellschaften des Konzerns, die Weiterentwicklung der Konzernzentrale in Herzogenaurach sowie Investitionen in den Aufbau der von adidas und Reebok gemeinsam genutzten Logistikzentren in den USA und Großbritannien, um künftige Kostensynergien zu generieren. Der genaue Umfang und Zeitpunkt der Investitionen ist vor allem davon abhängig, wie schnell wir die selbst kontrollierten Verkaufsflächen ausbauen und neue SAP-Systeme in vorhandene IT-Anwendungen integrieren können. Wir gehen davon aus, dass wir sämtliche Investitionen innerhalb des adidas Konzerns vollständig über den im operativen Geschäft generierten Cashflow finanzieren werden.
MITTELÜBERSCHUSS WIRD FÜR RÜCKKAUF VON ADIDAS
AKTIEN VERWENDET
Im Jahr 2008 erwarten wir eine weiterhin
starke Generierung von Free Cashflow aus dem operativen
Geschäft. Wir beabsichtigen, die überschüssigen Mittel von
300 Mio. € bis 400 Mio. € größtenteils in den Rückkauf von
adidas Aktien zu investieren.
siehe Nachtrag Damit unterstützen
wir die weitere Verbesserung des Ergebnisses je Aktie,
um so den Shareholder Value zu steigern. Infolgedessen rechnen
wir damit, dass unsere Nettofinanzverbindlichkeiten am Jahresende
auf dem Vorjahresniveau oder leicht darunter liegen werden.
Der Mittelzufluss aus der operativen Geschäftstätigkeit wird
dazu verwendet werden, den Bedarf an kurzfristigem Betriebskapital,
Investitionsaktivitäten sowie Dividendenzahlungen zu
finanzieren. Eine strikte Kontrolle des kurzfristigen Betriebskapitals
und disziplinierte Investitionstätigkeit sollen dazu
beitragen, den Cashflow des Konzerns im Geschäftsjahr 2008
zu optimieren. Für das Jahr 2009 und darüber hinaus sehen
wir noch mehr Potenzial für die Generierung von Free Cashflow.
Ferner sind wir auf dem besten Weg, unser mittelfristig
angestrebtes Ziel eines Verschuldungsgrads von unter 50 %
zu erreichen (2007: 58,4 %).
EFFIZIENTES LIQUIDITÄTSMANAGEMENT FÜR 2008 UND
DARÜBER HINAUS
Im Geschäftsjahr 2008 ist effizientes Liquiditätsmanagement
nach wie vor eine hohe Priorität für den
adidas Konzern. Wir konzentrieren uns darauf, den Mittelzufluss
aus der operativen Geschäftstätigkeit unserer Markensegmente
kontinuierlich zu prognostizieren, da dieser die Hauptquelle
für liquide Mittel im Konzern darstellt. Die Liquiditätsprognose
erfolgt anhand eines mehrjährigen Finanz- und Liquiditätsplans
auf vierteljährlicher Basis. Die langfristige Liquidität wird
durch kontinuierlich positiven Free Cashflow und ausreichend
ungenutzte Kreditlinien sichergestellt.
siehe Treasury Wir
planen deshalb keine wesentlichen Finanzierungsinitiativen
für das Jahr 2008.
KONZERN BEABSICHTIGT 19 % HÖHERE DIVIDENDE VORZUSCHLAGEN
Wir sind fest entschlossen, weiterhin 15 % bis
25 % des Jahresüberschusses auszuschütten. Wir beabsichtigen
bei unserer Hauptversammlung am 8. Mai 2008 für das
Geschäftsjahr 2007 eine Dividende von 0,50 € pro Aktie vorzuschlagen
(2006: 0,42 €). Basierend auf der Anzahl der im
Umlauf befindlichen Aktien zum Ende des Geschäftsjahres 2007
wird die Ausschüttungssumme um 19 % auf 102 Mio. € steigen
(2006: 85 Mio. €). Das Gewinnwachstum von 14 % wird damit
deutlich übertroffen werden. Dies entspricht einem Ausschüttungssatz
von 19 % (2006: 18 %) und unterstreicht unser
Vertrauen in die zukünftige Geschäftsentwicklung des Konzerns.
Allerdings könnte sich die Gesamtausschüttung sowie der
Ausschüttungssatz aufgrund des Aktienrückkaufprogramms
geringfügig verringern. Für die Zukunft erwarten wir, dass
der Anstieg der Dividendenausschüttung etwa dem Wachstum
des auf Anteilseigner entfallenden Gewinns entsprechen wird.
KEINE WESENTLICHEN VERÄNDERUNGEN DER KONZERNSTRUKTUR
ERWARTET
Im Jahr 2008 erwarten wir lediglich
geringfügige Veränderungen der Konzernstruktur. Veränderungen
im Reebok Segment könnten sich aus dem Rückkauf von
Vertriebsrechten für die Marke Reebok ergeben, die im Jahr
2008 von Fall zu Fall evaluiert werden. Der Rückkauf könnte
in Ländern erfolgen, in denen wir langfristige Wachstumschancen
für das Reebok Geschäft erwarten und der Kaufpreis
angemessen ist. Im Segment TaylorMade-adidas Golf wird
die Veräußerung der Marke Maxfli keine wesentlichen Veränderungen
nach sich ziehen.
siehe Nachtrag
EHRGEIZIGE ZIELE NICHT-FINANZIELLER ART FÜR 2008 UND
DARÜBER HINAUS
Zusätzlich zu den ehrgeizigen Finanzzielen
für den Konzern im Jahr 2008 haben wir uns auch einige Ziele
nicht-finanzieller Art gesetzt, um den anhaltenden, langfristigen
Erfolg des Konzerns zu sichern. Zu den wichtigen
erwarteten Entwicklungen nicht-finanzieller Art innerhalb des
adidas Konzerns im Jahr 2008 und darüber hinaus zählen:
Selbst kontrollierte Verkaufsflächen: Wir beabsichtigen,
unsere Initiativen hinsichtlich selbst kontrollierter Verkaufsflächen
siehe Konzernstrategie bis zum Jahr 2010 auf mindestens
30 % des Konzernumsatzes auszuweiten. Daher wollen
wir die eigenen Einzelhandelsaktivitäten unseres Konzerns
weiter ausbauen. Neueröffnungen eigener Läden werden sich
hauptsächlich auf Schwellenländer konzentrieren, insbesondere
auf Russland. Dort planen wir im Jahr 2008 die Eröffnung von
über 100 konzerneigenen Läden. Wir erweitern außerdem
unser Franchise-Netz in Ländern wie Indien, der Türkei, Korea
und Polen. Die Anzahl der so genannten Mono-branded Stores
von adidas und Reebok in China soll bis zum Jahr 2010 auf
ca. 7.000 steigen (zum Jahresende 2007: ca. 4.000). Darüber
hinaus sind Key Account Initiativen wie Shop-in-Shops oder
ähnliche Lösungen, insbesondere in den USA und Großbritannien
ein wichtiger Trend, den wir in Zukunft in erheblichem Maße
nutzen wollen.
Global Operations: Da unsere Produkte fast ausschließlich
von unabhängigen Zulieferern hergestellt werden, strebt
der Konzernbereich Global Operations kontinuierlich danach,
das Netz an Zulieferern zu optimieren und Initiativen einzuführen,
um die Kosteneffizienz zu maximieren, Vorlaufzeiten zu reduzieren
und eine gleich bleibend hohe Produktqualität zu garantieren.
Auch im Jahr 2008 haben wir uns weitere Verbesserungen in
der Beschaffungskette zum Ziel gesetzt.
siehe Global Operations
Nachhaltigkeit: Als verantwortungsbewusstes Unternehmen
sind wir fest entschlossen, unsere Performance in den Bereichen
Soziales und Umwelt in den kommenden Jahren weiter zu
verbessern. Für das Jahr 2008 planen wir unsere Beziehung
zu Regierungen in wichtigen Beschaffungsländern weiter zu
intensivieren, um gesellschaftliche Veränderungen und Gesetzesreformen
zum Wohle unserer Mitarbeiter und der Beschäftigten
unserer Zulieferer zu fördern. Des Weiteren wollen wir
die externe Überwachung unserer Lieferanten zweiten und
dritten Grades verbessern. Schließlich haben wir vor, die
Instrumente und Prozesse extern verifizieren zu lassen, die wir
zur Auswahl der in unseren Produkten eingesetzten organischen
und recycelten Materialen verwenden.
UMSATZSYNERGIEN AUS DER REEBOK INTEGRATION IM
JAHR 2009
Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2009
einen Umsatzzuwachs von ca. 500 Mio. € im Zusammenhang
mit der Reebok Integration zu erzielen. Die mit dem Erreichen
dieser Synergien verbundenen Einmalkosten schätzen wir im
Jahr 2009 auf 15 Mio. € bis 25 Mio. €. Zu den spezifischen
Initiativen zählen:
Markensportbekleidung: Wir wollen das Know-how von
adidas als Branchenführer im Bereich der Markensportbekleidung nutzen, um das Bekleidungsgeschäft von Reebok
zu stärken und weiter auszubauen. Davon erwarten wir uns
einen Umsatzzuwachs von ca. 100 Mio. €.
Lizenzprodukte: Bei der Marke adidas erwarten wir einen
zusätzlichen Umsatz von ca. 100 Mio. € im Bereich Lizenzprodukte.
Durch die Übertragung des NBA-Vertrags auf adidas
können wir diese exklusive Partnerschaft noch effektiver ausbauen,
insbesondere außerhalb von Nordamerika. Wir werden
darüber hinaus unser Augenmerk auf die Nutzung der Vertriebs- und
Produktionsexpertise von Reebok für Lizenzprodukte der
Marke adidas legen, vor allem in Nordamerika.
Regionale Initiativen: Weitere ca.100 Mio. € an Umsatzsynergien
versprechen wir uns von größerer Präsenz in Europa und
Asien. Diese resultieren aus Initiativen von Reebok in verschiedenen
Produktkategorien in weniger erschlossenen Märkten
mit starker adidas Infrastruktur.
Buyouts von Distributoren: Wir rechnen mit zusätzlichen
Umsatzsynergien in Höhe von ca. 200 Mio. €, indem wir weltweit
stärkere Kontrolle über die Marke Reebok ausüben, insbesondere
in den wachstumsstarken Märkten Asiens und Lateinamerikas
sowie den Schwellenländern Europas. Wir wollen dieses Ziel
durch Buyouts von Distributoren und Joint Venture-Partnern
erreichen.
STAFFELUNG VON UMSATZSYNERGIEN AUS DER INTEGRATION
in Mio. €
| 2008 |
2009 |
|
| Zusätzlicher Umsatz pro Jahr |
250 |
500 |
| Durchschnittliche Einmalaufwendungen pro Jahr |
15–25 |
15–25 |
STAFFELUNG VON KOSTENSYNERGIEN AUS DER INTEGRATION
in Mio. €
| 2008 | 2009 | |
| Jährliche Kosteneinsparungen |
175 | 175 |
| Einmalaufwendungen pro Jahr |
70 | — |
| Nettoeffekt |
105 | 175 |
ZIELE DES ADIDAS KONZERNS FÜR 2009
| Währungsbereinigtes Umsatzwachstum |
hoher einstelliger Bereich |
| Rohertragsmarge |
46 % bis 48 % |
| Operative Marge |
ca. 11 % |
| Gewinnsteigerung |
zweistelliger Bereich |
KOSTENSYNERGIEN AUS DER REEBOK INTEGRATION IM
JAHR 2009
In der Planungsphase der Integration haben wir
ein erhebliches, jährliches Synergiepotenzial bei Umsatzkosten
und operativen Aufwendungen identifiziert. Wir rechnen damit,
dass wir im Jahr 2009 den vollen Einspareffekt in Höhe von
ca. 175 Mio. € realisieren werden. Besonders in den folgenden
Bereichen versprechen wir uns Kosteneinsparungen:
Umsatzkosten: Durch die Integration von Reebok in unsere
Global Operations Funktion erwarten wir, die Umsatzkosten
bis 2009 durch die Optimierung des Beschaffungsprozesses
senken zu können.
Marketing & Vertrieb, Logistik, Verwaltung und IT: Darüber
hinaus sehen wir die Möglichkeit, durch verschiedene Initiativen
operative Aufwendungen einzusparen. Zu diesen Initiativen
zählen die Zusammenlegung des Einkaufs von Werbezeiten
und -flächen, gemeinsame Standorte in Europa und Asien, die
Harmonisierung und Konsolidierung unserer IT-Systeme, die
Eliminierung von Doppelfunktionen und die gemeinsame
Nutzung von Finanz- und Verwaltungsfunktionen im ganzen
Konzern.
AUSBLICK FÜR 2009 BESTÄTIGT
In Anbetracht des anhaltenden
organischen Wachstums unserer Marken sowie der Synergien
aus der Reebok Integration rechnen wir im Jahr 2009 erneut
mit einer starken Entwicklung von Umsatz und Gewinn. Wir
erwarten, dass der Konzernumsatz währungsbereinigt im hohen
einstelligen Bereich steigen wird. Maßgeblich zu dieser Entwicklung
beitragen werden die anhaltende Stärke von adidas
und TaylorMade-adidas Golf sowie die kontinuierliche Revitalisierung
des Reebok Geschäftssegments. Wir prognostizieren,
dass die Rohertragsmarge des Konzerns im Jahr 2009 zwischen
46 % und 48 % liegen wird. Wir erwarten positive Effekte aus
einem sich verbessernden Produktmix und einer ausgewogeneren
geografischen Verteilung, dem Ausbau der eigenen Einzelhandelsaktivitäten
sowie Kostensynergien aus der Reebok
Integration. Diese werden jedoch durch steigende Einkaufspreise
aufgrund von höheren Rohstoffpreisen, Fracht- und Lohnkosten
weitgehend aufgehoben werden. Die operative Marge des
Konzerns wird im Jahr 2009 voraussichtlich auf ca. 11 % steigen.
Hauptgründe hierfür werden ein geringfügig niedrigeres Marketing Working Budget sowie Effizienzsteigerungen, vor allem
im Zusammenhang mit Kostensynergien aus der Reebok
Integration, sein. Dadurch erwarten wir eine Verbesserung
der operativen Aufwendungen des Konzerns im Verhältnis
zum Umsatz. Infolge unseres anhaltenden Umsatzwachstums
und der erwarteten verbesserten Profitabilität aller Marken
wird der Gewinn unserer Einschätzung nach im Jahr 2009 im
zweistelligen Prozentbereich steigen.