ÜBERNAHME VON VERTRIEBSRECHTEN
Unsere Marken operieren
in nahezu allen Ländern der Welt. Der Großteil unseres
Geschäfts wird durch hundertprozentige Tochtergesellschaften
oder Vertriebsorganisationen getätigt.
siehe Konzernstrategie
In einigen Märkten arbeiten wir jedoch mit Distributoren oder
Joint-Venture-Partnern zusammen, insbesondere bei der
Marke Reebok. So können wir das Know-how Dritter nutzen,
um Einzelhändler in diesen Ländern bestmöglich zu bedienen.
Diese Strategie ist in der frühen Entwicklungsphase eines
Marktes sinnvoll. In reifen Märkten streben wir allerdings
grundsätzlich die volle Kontrolle über den Vertrieb und das
Management der Marken an. Daher sieht unsere Konzernstrategie
den Rückkauf von Vertriebsrechten für unsere Marken
vor, wo immer dies möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Wir
waren in den letzten Jahren in dieser Hinsicht sehr erfolgreich.
Nach dem Rückkauf der Vertriebsrechte für die Marke adidas
in Japan, Italien und der Türkei legten wir in diesen Märkten
deutlich zu. Bei Reebok haben wir den Rückkauf von Vertriebsrechten
als das wichtigste Umsatzsynergiepotenzial identifiziert.
siehe Ausblick Im Jahr 2007 realisierten wir zusätzliches
Umsatzwachstum in allen Ländern, in denen Reebok die Vertriebsrechte
zurückgekauft hat. Wir werden künftig weiterhin
potenzielle Rückkaufmöglichkeiten von Fall zu Fall evaluieren
und dabei sowohl die Chancen als auch die damit einhergehenden
Risiken durch Rechtsstreitigkeiten berücksichtigen.
VERBESSERUNG DER PROFITABILITÄT DURCH KOSTENOPTIMIERUNG
Für hohe Profitabilität und Kapitalrendite sind
kontinuierliche Optimierung wichtiger Geschäftsprozesse sowie
strikte Kostenkontrolle von essenzieller Bedeutung. Infolge
der Akquisition von Reebok erzielen wir Kostensynergien, die
die Entwicklung der Profitabilität bei adidas und Reebok unterstützen.
siehe Ausblick Dennoch liegen unsere Gewinnmargen
nach wie vor unter denen unserer Hauptwettbewerber. Gleichwohl
sehen wir für die Zukunft zahlreiche Ansätze zur Straffung
unserer Kostenbasis. Wir können Prozesse marken- und funktionsübergreifend
weiter vereinfachen, um operative Ineffizienzen
zu reduzieren und tragen somit der zunehmenden Komplexität
unseres Konzerns Rechnung. Wir sind überzeugt, dass wir in
Nordamerika durch die weitere Integration der Back-Office-Funktionen von adidas und Reebok mittelfristig Größenvorteile
realisieren können. Darüber hinaus sind wir bestrebt unsere
Beschaffungskette effizienter und nachfrageorientierter zu
gestalten. Durch die Einführung von durchgehenden (End-to-End)
Planungsprozessen und verbesserten Nachschubmöglichkeiten
sehen wir Chancen unsere Kunden besser bedienen zu können
und unseren Bedarf an kurzfristigem Betriebskapital weiter zu
senken.
siehe Global Operations
FINANZWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN
GÜNSTIGE VERÄNDERUNGEN AUF DEN FINANZMÄRKTEN
Günstige Wechselkurs- und Zinsentwicklungen können sich potenziell positiv auf die Finanzergebnisse des Konzerns auswirken. Unsere Konzern-Treasury-Abteilung verfolgt daher die Entwicklungen auf den Finanzmärkten genau, um Chancen zu identifizieren.
EINSCHÄTZUNG DES MANAGEMENTS ZU GESAMTRISIKEN UND CHANCEN
Das zentrale Risikomanagement fasst alle Risiken zusammen, die vom Management der einzelnen Marken und Regionen sowie dem Management in den Zentralfunktionen angezeigt werden. Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken – unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen Auswirkung, sowie der gegenwärtigen Geschäftsaussichten – erwartet das Konzern-Management keine einzelnen oder aggregierten Risiken, welche die finanzielle Gesundheit oder die Rentabilität des Konzerns wesentlich gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr haben einige Externe und Branchenspezifische Risiken sowie einige Strategische und Operative Risiken an Bedeutung gewonnen. Sämtliche Finanzrisiken haben in ihrer Bedeutung hingegen abgenommen. Das Management sieht daher im Vergleich zum Vorjahr eine insgesamt moderat höhere Risikowahrscheinlichkeit. Allerdings sind die potenziellen finanziellen Auswirkungen des Gesamtrisikos, dem der Konzern ausgesetzt ist, aufgrund der inzwischen erhöhten Maßnahmen zur Kompensierung oder Übertragung von Risiken nahezu unverändert.
Diese Einschätzung wird durch die weiterhin positive Resonanz
auf unsere Kapitalnachfrage bestätigt.
siehe Treasury Der
adidas Konzern hat sich deshalb nicht um ein offizielles Rating
einer führenden Ratingagentur bemüht.
Ferner ist das Management nach wie vor zuversichtlich, dass die Ertragskraft des Konzerns eine solide Grundlage für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt, um die Chancen, die unserem Konzern geboten werden, zu verfolgen.





