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ÜBERSICHT UNTERNEHMENSRISIKEN

  Eintritts-
wahrschein-
lichkeit
Mögliche
finanzielle
Auswirkung
     
Externe Risiken     
Gesamtwirtschaftliche Risiken   mittel  mittel
Risiken aus der Konsumentennachfrage   mittel  mittel
Risiken aus der Branchenkonsolidierung   mittel  mittel
Politische und regulatorische Risiken
 gering  mittel
Rechtliche Risiken   gering  mittel
Risiken aus Produktfälschungen   hoch  gering
Sozial- und Umweltrisiken   gering  gering
Elementarrisiken   gering  gering
     
Strategische und operative Risiken     
Risiken durch Portfoliointegration   gering  hoch
Risiko durch Verlust von Markenimage   mittel  mittel
Risiken aufgrund eigenen Einzelhandels   mittel  mittel
Risiken durch steigende Einstandskosten   mittel  mittel
Lieferantenausfallrisiko   gering  gering
Produktqualitätsrisiken   gering  gering
Kundenrisiken   mittel  gering
Risiken durch Verlust wichtiger Partnerschaften  mittel  gering
Risiken in Produktdesign und -entwicklung   gering  hoch
Personalrisiken   gering  mittel
Risiken der Standardeinhaltung   gering  mittel
IT-Risiken   gering  hoch
     
Finanzrisiken     
Kreditrisiken   gering  gering
Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken   gering  hoch
Währungsrisiken   gering  gering
Zinsrisiken   gering  gering

 

EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
Konsumentenvertrauen und Konsumausgaben beeinflussen das Wachstum der Sportartikelindustrie. Wesentliche wirtschaftliche Abschwünge, besonders in Regionen, in denen der Konzern stark vertreten ist, stellen daher ein bedeutendes kurzfristiges Risiko für die Umsatzentwicklung dar. Um dieses Risiko zu vermindern, strebt der Konzern eine gleichmäßige Verteilung des Umsatzes zwischen den wichtigsten Regionen der Welt, aber auch zwischen reifen Märkten und Schwellenländern an. Zu den Kernelementen unserer Performance-Positionierung zählt außerdem die Nutzung eines umfassenden Veranstaltungs- und Partnerschaftsportfolios, bei dem die Nachfrage vorhersehbarer ist und weniger von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen beeinflusst wird.

Für 2008 erwarten wir eine Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums, vor allem in Nordamerika.  siehe Ausblick Das Risiko gesamtwirtschaftlicher Schocks hat sich gegenüber 2007 entsprechend erhöht. Das Wirtschaftswachstum in Schwellenländern wie China, Russland und Indien wird jedoch voraussichtlich anhalten. Diese Märkte haben Nordamerika und die Europäische Union als größte Motoren des Umsatzwachstums für unseren Konzern inzwischen abgelöst. Dennoch schätzen wir nun die Wahrscheinlichkeit, dass sich ungünstige gesamtwirtschaftliche Entwicklungen auf unser Geschäft auswirken könnten, als mittel ein. Sollte eine solche Entwicklung eintreten, könnte dies einen mittelschweren finanziellen Negativeffekt auf unseren Konzern haben.

RISIKEN AUS DER KONSUMENTENNACHFRAGE
Das Versäumnis, Veränderungen in der Konsumentennachfrage vorauszusehen und entsprechend zu reagieren, stellt eine der ernsthaftesten Bedrohungen für unsere Branche dar. Veränderungen in der Konsumentennachfrage können plötzlich und unerwartet auftreten. Da die durchschnittlichen Produktbeschaffungszyklen in unserer Branche bei 12 bis 18 Monaten liegen, besteht für den adidas Konzern das Risiko eines kurzfristigen Umsatzverlusts, wenn wir nicht in der Lage sind, schnell auf solche Veränderungen zu reagieren. Noch kritischer allerdings ist das Risiko, einen neuen Konsumtrend auf Dauer zu übersehen oder das potenzielle Ausmaß des Trends über einen längeren Zeitraum nicht zu erkennen.

Um dieses Risiko zu vermindern ist es deshalb eine zentrale Aufgabe aller unserer Marken, etwaige Veränderungen in der Konsumentennachfrage fort laufend zu identifizieren und so frühzeitig wie möglich darauf zu reagieren. In diesem Zusammenhang nutzen wir umfassende primäre und sekundäre Marktforschungsinstrumente, wie in den Erläuterungen zu unserem Risiko- und Chancenidentifikationsprozess dargestellt.

Als branchenführendes Unternehmen sind unsere zentralen Markenstrategien allerdings weiterhin darauf ausgerichtet, das sich verändernde Konsumentenumfeld zu beeinflussen anstatt darauf zu reagieren. Wir investieren beträchtliche Ressourcen in Forschung und Entwicklung, um innovativ zu bleiben und neue Technologien und Designs auf den Markt zu bringen.  siehe Forschung und Entwicklung Darüber hinaus sind wir stets bestrebt, durch unsere umfangreichen Programme für Marketing, Produkt- und Markenkommunikation bei Konsumenten Nachfrage nach unseren Marken und Markeninitiativen zu schaffen. Wir konzentrieren uns außerdem weiter hin auf Verbesserungen in unserer Beschaffungskette, um die Zeitspanne zwischen Konzept und im Handel erhältlichem Produkt („concept-to-shelf“) zu verkürzen.  siehe Global Operations Im Jahr 2007 haben wir neue Konsumentensegmentierungsstrategien für die Marken adidas und Reebok implementiert sowie Konzernressourcen für Markt- und Wettbewerbsforschung zusammengeführt. Außerdem wurde das Marketing Working Budget bei Reebok erhöht und in Übereinstimmung mit der zukünftigen Positionierung der Marke klar ausgerichtet. Im Jahr 2008 planen wir weitere Initiativen in diesem Zusammenhang. 

Angesichts des breiten Spektrums unseres Produktangebots, des Feedbacks im Einzelhandel, der Prognosemöglichkeiten, die durch unsere Auftragsbestände und weitere Frühindikatoren gegeben sind,  siehe Internes Managementsystem bleibt unsere Einschätzung des Gesamtrisikos aus Veränderungen der Konsumentennachfrage gegenüber dem Vorjahr unverändert. Wir sehen im Bezug auf Veränderungen in der Konsumentennachfrage eine nach wie vor mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit. Die potenzielle Auswirkung eines solchen Risikos auf unseren Konzern schätzen wir weiterhin als mittel ein. 



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