SOZIAL- UND UMWELTRISIKEN
Wir sind uns unserer ständigen
Verantwortung für Arbeitnehmer, Zulieferer und Umwelt
bewusst. Missstände in diesen Bereichen – insbesondere
Verstöße gegen die Menschenrechte und zweifelhafte Beschäftigungspraktiken
– können Ansehen und Effizienz des Konzerns
und seiner Zulieferer stark beeinträchtigen. Um dieses Risiko
zu begrenzen, haben wir Arbeitsplatzstandards erstellt. Um
Geschäftspartner des adidas Konzerns zu werden und zu bleiben,
müssen Zulieferer diese einhalten.
siehe Nachhaltigkeit Es
werden regelmäßig interne Kontrollen von Zulieferbetrieben
durchgeführt, die von umfangreichen unabhängigen Prüfungen
bestätigt werden. Bei Verstößen gegen unsere Standards
entwickeln wir gemeinsam Maßnahmenpläne und Zeitrahmen,
um die zukünftige Einhaltung und weitere Verbesserungen
zu gewährleisten. Werden diese Zeitrahmen nicht eingehalten,
beenden wir die Geschäftsbeziehung mit dem betroffenen
Zulieferer.
siehe Nachhaltigkeit und
www.adidas-Group.com/nachhaltigkeit
Im Jahr 2008 werden wir die Kontrollen von Zulieferbetrieben
weiter verstärken. Daher halten wir das Risiko von Missständen
im Sozial- und Umweltbereich nur in Einzelfällen für wahrscheinlich
und gehen im Eintrittsfall von potenziell geringen
finanziellen Auswirkungen aus.
ELEMENTARRISIKEN
Der adidas Konzern ist externen Risiken
wie Naturkatastrophen, Epidemien, Feuer und Unfällen ausgesetzt.
Darüber hinaus können Schäden an Gebäuden, Produktionsanlagen
und Lagerhäusern des Konzerns oder seiner
Zulieferer und an unterwegs befindlicher Ware zu Sachschäden
oder Unterbrechungen der Geschäftsaktivitäten führen. Dem
wirken wir auf verschiedene Weise entgegen. Beispielsweise
setzen wir zuverlässige Zulieferer und Logistikanbieter ein,
die hohe Sicherheitsstandards und Notfallpläne garantieren.
Zusätzlich zu unserem umfangreichen Versicherungsschutz
haben wir auch Notfallpläne implementiert, um potenzielle
negative Auswirkungen zu minimieren.
Unsere Gesamteinschätzung dieses Risikos bleibt die gleiche wie im Vorjahr. Daher gehen wir hier von einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und – nach Entschädigung durch den Versicherer – einem lediglich geringen finanziellen Verlust aus.
STRATEGISCHE UND OPERATIVE RISIKEN
RISIKEN DURCH PORTFOLIOINTEGRATION
Der adidas Konzern
sieht sich Risiken im Zusammenhang mit der Integration neu
übernommener Geschäftsbereiche ausgesetzt. Bei unseren
fortlaufenden Maßnahmen zur Integration der Marke Reebok
besteht das Risiko, die potenziellen Umsatz- und Kostensynergien
überzubewerten. Darüber hinaus sind wir mit Risiken in
der praktischen Umsetzung konfrontiert, die sich beispielsweise
auf die Standardisierung von funktionalen Geschäftsabläufen
bei den verschiedenen Marken und die Harmonisierung der
IT-Systeme des Konzerns beziehen. Um diese Risiken zu mindern,
haben wir im Jahr 2006 eine Controlling-Funktion speziell zur
fortlaufenden Überwachung unserer Integrationsaktivitäten
eingerichtet.
Angesichts der Realisierung der erwarteten Umsatz- und
Kostensynergien im Jahr 2007 sowie der intern klar kommunizierten
Initiativen für 2008 sind wir zuversichtlich, unsere mittelfristigen
Synergieziele erreichen zu können.
siehe Ausblick
Daher schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken
durch Portfoliointegration weiterhin als niedrig ein. Aufgrund
der Größenordnung der erwarteten Synergien halten wir
die potenzielle finanzielle Auswirkung dieser Risiken allerdings
nach wie vor für hoch.
RISIKO DURCH VERLUST VON MARKENIMAGE
Die Sicherung
und Aufwertung unseres Markenimages und unserer Reputation
durch die Schaffung starker Markenidentitäten ist entscheidend,
um das Umsatz- und Gewinnwachstum zu unterstützen und
voranzutreiben. Auch für die Ausdehnung unserer Marken in
neue Kategorien und Regionen ist dies ein wichtiger Faktor.
Der adidas Konzern ist einem beträchtlichen Risiko ausgesetzt,
falls es uns nicht gelingen sollte, die Aufmerksamkeit, Verbundenheit
und Kaufabsicht der Konsumenten in Bezug auf unsere
Marken auf einem konstant hohen Niveau zu halten. Wir mindern
dieses Risiko durch klar definierte Mission Statements, Werte
und Ziele für alle unsere Marken. Diese Aspekte bilden die
Grundlage der Kommunikationsstrategien für unsere Produkte
und Marken. Darüber hinaus optimieren wir laufend unser
Produktangebot, um auf Veränderungen bei der Konsumentennachfrage
zu reagieren und unser Angebot auf die neuesten
Trends abzustimmen. Im Mittelpunkt aller Markenimage-Initiativen steht die Übermittlung einer klaren und in sich
stimmigen Botschaft an unsere Zielkonsumenten, insbesondere
am Point-of-Sale. Aufgrund der starken Markendynamik von
adidas und TaylorMade-adidas Golf, belegt durch verbesserte
Marktforschungsergebnisse, sind wir zuversichtlich, dass das
Markenimage-Risiko in diesen beiden Segmenten weiterhin
gering ist.
Während der vergangenen zwölf Monate haben wir im Anschluss
an die Reebok Akquisition unsere ersten Initiativen zur Unterstützung
der langfristigen Markenimage-Strategie für
Reebok gestartet. Im Jahr 2008 werden wir unsere Bemühungen
intensivieren und mehrere neue Produkttechnologien
sowie eine neue globale Markenkampagne vorstellen, um
das Image der Marke Reebok bei den Konsumenten zu verbessern.
siehe Reebok Strategie Aufgrund der gegenwärtigen
Schwäche dieser Marke in Nordamerika und Großbritannien
sowie der Möglichkeit, dass unsere Revitalisierungsinitiativen
das Markenimage kurzfristig nicht aufwerten können, schätzen
wir die Eintrittswahrscheinlichkeit einer weiteren Minderung
des Markenimages als mittel ein. Dies könnte potenziell
schwerwiegende finanzielle Folgen für den Umsatz und die
Profitabilität des Reebok Segments haben.
In einer Gesamtbetrachtung dieser Risiken gehen wir weiterhin von einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit des Imageverlusts für unsere Marken aus und schätzen die finanzielle Auswirkung auf unseren Konzern als mittelschwer ein.
RISIKEN AUFGRUND EIGENEN EINZELHANDELS
Im Rahmen
der eigenen Einzelhandelsaktivitäten eröffnen adidas, Reebok
und Rockport neue Geschäfte. Dabei sind beträchtliche Investitionen
sowohl vorab in Geschäftsausstattung und -einrichtung
als auch in die laufende Instandhaltung erforderlich. Darüber
hinaus erfordern eigene Einzelhandelsgeschäfte oftmals längerfristige
Mietverpflichtungen und einen beträchtlich höheren
Personalaufwand in Relation zum Umsatz als beim Verkauf
über Dritte. Dieser höhere Anteil von Fixkosten gegenüber
dem Verkauf über Dritte bedingt im Falle deutlicher Umsatzeinbußen
eine größere Auswirkung auf den Gewinn. Wir minimieren
dieses Risiko, indem wir nur Mietverträge mit einer
Dauer von weniger als zehn Jahren abschließen. Die Leistung
der Geschäfte wird anhand einer Einzelhandels-Scorecard
mit neun quantitativen Leistungsindikatoren gemessen. Alle
Geschäfte werden nach ihrem gewichteten Durchschnittsergebnis
eingestuft. Geschäfte, die unsere Erwartungen nicht
erfüllen, werden je nach Fall umstrukturiert oder geschlossen.
Für umfangreiche Schließungen besteht unserer Einschätzung nach weiterhin eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit. Aufgrund des starken Wachstums des eigenen Einzelhandels und der rasanten Konsolidierung im Einzelhandel insgesamt schätzen wir jedoch das Ausmaß des potenziellen finanziellen Verlusts aus solchen etwaigen Schließungen, die auch Wertminderungskosten beinhalten könnten, als mittelschwer ein.






