RISIKEN DURCH DEN VERLUST WICHTIGER
VERANSTALTUNGS- UND PROMOTION-PARTNERSCHAFTEN
Veranstaltungs- und Promotion-Partnerschaften spielen eine
wesentliche Rolle für das Markenimage und den Umsatz mit
Lizenzprodukten. Für den adidas Konzern besteht das Risiko,
wichtige Partnerschaften zu verlieren oder aufgrund des
stärkeren Wettbewerbs um attraktive Verträge unvorteilhafte
Bedingungen akzeptieren zu müssen. Um die damit verbundenen
Risiken zu minimieren, bemühen wir uns regelmäßig um die
Verlängerung unserer wichtigsten Partnerschaftsvereinbarungen
schon vor Vertragsablauf. Darüber hinaus umfassen unsere
Verträge in der Regel Change of Control-Klauseln und nichtmonetäre
Vergütungsbestandteile. So vermeiden wir das
Risiko, dass sich die Verhandlungen allein um den Preis drehen.
Außerdem verfolgen wir die Strategie, das Portfolio von
Premium-Partnerschaften des Konzerns zu erweitern, um
die Abhängigkeit von einzelnen Partnerschaften zu reduzieren.
Im Jahr 2007 sicherten wir langfristige Vertragsverlängerungen
mit einer Reihe wichtiger Partner und gaben mehrere Verträge über bedeutende neue Veranstaltungs-Partnerschaften
und mehrjährige Promotion-Partnerschaften bekannt.
siehe adidas Strategie Der Wettbewerb um führende Partnerschaften
hat in unserer Branche im Jahr 2007 spürbar zugenommen.
Ein Beispiel hierfür war der Versuch eines bedeutenden
Wettbewerbers, den Deutschen Fußballbund (DFB) abzuwerben.
Obwohl wir unseren Vertrag mit dem DFB erfolgreich verlängern
konnten, besteht unserer Meinung nach nun eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit
für den Verlust wichtiger Promotion-Verträge. Dennoch gehen wir aufgrund der Laufzeit unserer
wichtigsten Verträge davon aus, dass dieses Risiko auf mittlere
Sicht potenziell nur niedrige finanzielle Auswirkungen
haben könnte.
RISIKEN IN PRODUKTDESIGN UND -ENTWICKLUNG
Innovative
und attraktive Produkte generieren hohe Umsätze und strahlen
zudem durch den so genannten Halo-Effekt auf andere Produkte
ab. Um Wettbewerbsvorteile zu wahren ist es entscheidend,
neue Produkttechnologien und frische Designideen schnell
auf den Markt zu bringen. Im Jahr 2007 haben alle Marken den
Großteil ihres Umsatzes mit Produkten erwirtschaftet, die
in den letzten 12 bis 18 Monaten auf den Markt kamen.
siehe Forschung und Entwicklung Falls wir es über einen längeren Zeitraum
versäumen sollten, eine kontinuierlich starke Pipeline an
neuen, innovativen Produkten zu entwickeln, wäre der
Konzern dem Risiko eines beträchtlichen Umsatzrückgangs
ausgesetzt. Wir investieren kontinuierlich in den weiteren
Ausbau unserer Innovationsleistung und Designstärken. Damit
wir schnell auf sich verändernde Konsumentenpräferenzen
reagieren und Produkte rascher auf den Markt bringen können,
richten wir unser Augenmerk auf die Rationalisierung unserer
Forschungs- und Entwicklungsabläufe.
Daher schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos, das potenziell eine wesentliche finanzielle Auswirkung haben könnte, weiterhin als gering ein.
PERSONALRISIKEN
Unsere Mitarbeiter und ihre Fähigkeiten
sind für den zukünftigen Erfolg des adidas Konzerns von grundlegender
Bedeutung. Es besteht daher das Risiko, dass wir es
versäumen, die talentiertesten und für die speziellen Bedürfnisse
unseres Konzerns am besten geeigneten Mitarbeiter zu
identifizieren, sie einzustellen und an uns zu binden. Um dieses
Risiko zu mindern, tun wir unser Bestes, um unseren Mitarbeitern eine motivierende Arbeitsumgebung zu bieten. Damit
möchten wir den adidas Konzern zum beliebtesten Arbeitgeber
unserer Branche machen und es unseren Mitarbeitern ermöglichen,
ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Ergänzt werden diese
Bemühungen durch attraktive Bonus- und Anreizprogramme
sowie langfristige Karrieremöglichkeiten und -planung.
siehe Mitarbeiter
Wir gehen davon aus, dass unsere Personalrisiken im Jahr 2007 leicht angestiegen sind. Dies lässt sich zurückführen (1) auf das Wachstum unserer eigenen Einzelhandelsaktivitäten, die eine höhere Personalfluktuation aufweisen als der Konzerndurchschnitt, und (2) unser Wachstum in Schwellenländern, in denen eine höhere Lohn- und Gehaltsinflation die Volatilität des Arbeitsmarkts erhöht. Dennoch halten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken, die mittelschwere finanzielle Auswirkungen für den Konzern nach sich ziehen könnten, weiterhin für gering.
RISIKEN AUFGRUND DER NICHTEINHALTUNG VON STANDARDS
Es besteht die Gefahr, dass unsere Mitarbeiter gegen Richtlinien
und Standards für ein angemessenes und verantwortliches
Geschäftsgebaren verstoßen. Um diesem Risiko effektiv zu
begegnen, wurde Ende 2006 ein weltweit geltender Richtlinienkatalog
(Group Policy Manual) eingeführt. Darin enthalten sind
grundlegende Arbeitsverfahren und -prozesse für unsere
wichtigsten Unternehmens bereiche sowie ein neu formulierter
Verhaltenskodex. Dieser schreibt vor, dass jeder Mitarbeiter
in seiner Tätigkeit für den Konzern ethisch handeln und die
Gesetze und Bestimmungen des jeweiligen Rechtssystems
einhalten muss. Im Jahr 2007 haben wir im Rahmen unseres
weltweiten Programms zur Einhaltung der Standards ein neues
E-Learning-Tool für den Verhaltenskodex eingeführt, um die
fortlaufende Schulung der Mitarbeiter zu unterstützen.
siehe
Corporate Governance Report Die weltweite Einführung dieses
Tools wird im Jahr 2008 abgeschlossen. Die Schulungsteilnahme
ist für alle Mitarbeiter obligatorisch.
Wir halten die Eintrittswahrscheinlichkeit schwerwiegender Verstöße, die mittelschwere finanzielle Auswirkungen für den Konzern nach sich ziehen könnten, weiterhin für gering.
IT-RISIKEN
Ein konzernweiter Ausfall der IT-Systeme oder ein
wesentlicher Datenverlust könnte zu gravierenden Geschäftsunterbrechungen
führen. Projekte von wesentlicher Bedeutung
für den Konzern könnten sich durch unzureichendes Projektmanagement
verzögern oder teurer werden als geplant. Um
Systemrisiken zu mindern, überprüfen wir unsere IT-Strategie
in regelmäßigen Abständen, führen proaktive Wartungen durch
und erstellen Notfallpläne für den Fall von Systemstörungen.
Wir nehmen mehrmals täglich planmäßige Datensicherungen
vor und legen einmal pro Tag eine komplette Sicherungskopie
an, wechselweise in zwei verschiedenen Datenzentren. Darüber
hinaus ermöglicht uns unsere Reservelösung für das zentrale
ERP-System (Enterprise Resource Planning) im Bedarfsfall
schnell und ohne Datenverlust auf einen entfernten Standort
zu wechseln. Sicherheit und Verlässlichkeit des Systems werden
regelmäßig durch interne Tests und externe Prüfungen kontrolliert.
Im Jahr 2007 haben wir unser Verfügbarkeitsziel von
99,7 % für wichtige IT-Anwendungen übertroffen. IT-Projektrisiken
werden weiter gemindert, indem wir für alle IT-Projekte
eine bewährte Projektmethode implementieren und bei großen
Projekten regelmäßige Risikoprüfungen vornehmen.
Deshalb gehen wir weiterhin davon aus, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit eines schwerwiegenden IT-Ausfalls extrem gering ist. Die potenzielle finanzielle Auswirkung eines solchen Ausfalls wäre jedoch erheblich.






