Umschlagshäufigkeit des kurzfristigen Betriebskapitals
Gibt an, wie oft das kurzfristige Betriebskapital in der betrachteten Periode umgeschlagen wurde. Die Umschlagshäufigkeit
zeigt die Bindungsdauer des kurzfristigen Betriebskapitals und lässt so Rückschlüsse auf
die Höhe des Kapitalbedarfs zu. Je höher diese Kennzahl ist, desto positiver ist sie zu beurteilen.
Umschlagshäufigkeit des kurzfristigen Betriebskapitals = Umsatz / kurzfristiges Betriebskapital.
Unverwässertes Ergebnis je Aktie
Leistungsindikator zur Beurteilung des Ergebnisses
pro Aktie basierend auf der Anzahl ausstehender Aktien (ohne Aktienoptionen, zugeteilte Aktienrechte
und Wandelschuldverschreibungen).
Unverwässertes Ergebnis je Aktie = Jahresüberschuss / Durchschnittlich im Umlauf befindliche
Aktien
im Geschäftsjahr
Vermögensdeckung I – II
Gibt
das Verhältnis an, zu dem die Verschuldung eines Unternehmens
durch das langfristige Vermögen gedeckt ist.
Vermögensdeckung I (%):
(Eigenkapital + langfristige Verbindlichkeiten) / langfristige Aktiva.
Vermögensdeckung
II (%): (Eigenkapital + langfristige Verbindlichkeiten) / (langfristige
Aktiva
+ Vorräte).
Verschuldungsgrad
Zeigt den Anteil des Fremdkapitals innerhalb der Finanzstruktur eines
Unternehmens.
Verschuldungsgrad = Nettofinanzverbindlichkeiten / Eigenkapital.
Verwässertes Ergebnis je Aktie
Leistungsindikator zur Beurteilung des Ergebnisses pro
Aktie unter Annahme der Wandlung und Ausübung ausstehender Aktienoptionen, zugeteilter
Aktienrechte und Wandelschuldverschreibungen, durch die sich die Zahl der Aktien erhöhen
kann.
Verwässertes Ergebnis je Aktie = (Jahresüberschuss + Zinsaufwand auf Wandelanleihe nach
Steuern) / (Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien im Geschäftsjahr + Gewichtete Aktienoptionen
+ Aktien aus angenommener Wandlung der Wandelanleihe).
Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE)
Im Englischen Return on Capital Employed
(ROCE). Beschreibt, wie effektiv und profitabel ein Unternehmen mit seinem eingesetzten Kapital
umgeht.
ROCE = (Gewinn vor Steuern + Finanzergebnis + Außerordentliches Ergebnis) / (Jahresdurchschnitt
des Eigenkapitals + Ergebnisanteile anderer Gesellschafter + Nettofinanzverbindlichkeiten).
VOCs (Volatile Organic Compounds)
Flüchtige Verbindungen welche Atembeschwerden
und andere Gesundheitsprobleme verursachen können. VOCs sind Nebenprodukte, welche in
der Schuhproduktion anfallen. Aufgrund der Gesundheitsbedenken hat der adidas Konzern
klar definierte
Ziele die Verwendungen dieser Chemikalien stetig zu reduzieren.
Währungsbereinigt / Währungsneutral
Finanzdaten werden zu Vorjahreswechselkursen
angegeben. Dies bereinigt das Ergebnis um die Wechselkursveränderung und zeigt eine direkte,
von Wechselkurseffekten unverfälschte Geschäftsentwicklung.
Währungsoption
siehe Option
Währungsrisiko
Der adidas Konzern berichtet und konsolidiert in Euro. Da eine Vielzahl der
Geschäfte
in Fremdwährungen abwickelt wird (in erster Linie US
Dollar, Japanischer
Yen,
Britisches
Pfund), entsteht ein Wechselkursrisiko bei der Umrechnung in Euro. Um dieses Risiko
zu minimieren, tätigt der adidas Konzern regelmäßig Währungsabsicherungsgeschäfte.
siehe
auch Hedging
Wandelanleihe
Eine Unternehmensanleihe, die mit einem Wandlungsrecht für eine bestimmte
Anzahl Stückaktien des Unternehmens ausgestattet ist und gewandelt werden kann. Wandelanleihen
haben üblicherweise niedrigere Zinssätze als nichtwandelbare Anleihen, weil sie mit
dem Kursanstieg der zugrunde liegenden Aktie an Wert gewinnen. Wandelanleihen kombinieren
damit die Vorteile von Aktien und von Anleihen.
World Class Buyer Program
Programm welches 2006 mit dem Ziel initiiert wurde,
Größenvorteile
beim Einkauf zu realisieren. Das Programm enthält z.B. die Zusammenfassung
der Einkaufsvolumina von unseren Haupt- und Materialzulieferern sowie die konzernweite
Anwendung
von „Best Practice“ im Kostenmanagement.
WTO (World Trade Organization)
Welthandelsorganisation. Eine internationale Organisation
mit Sitz in Genf, Schweiz, die sich mit der Regelung und Liberalisierung internationaler
Handels- und Wirtschaftsbeziehungen befasst.
Zins-Cap
Optionskontrakt, der flexiblen Zinssätzen eine Obergrenze setzt. Der Verkäufer ist
verpflichtet dem Inhaber der Caps die Differenz zwischen flexiblem und Referenzzinssatz zu
zahlen, sobald der Referenzzinssatz überschritten wird. Der Käufer eines solchen Kontrakts
muss eine Prämie als Marktpreis für die mögliche Auszahlung bezahlen.
Zinsdeckungsgrad
Zeigt die Fähigkeit des Unternehmens, die Nettozinsaufwendungen mit
dem Ergebnis vor Steuern und Nettozinsaufwendungen abzudecken.
Zinsdeckungsgrad = Ergebnis vor Steuern und Nettozinsaufwendungen / Nettozinsaufwendungen.





