adidas hat ein klares Ziel vor Augen – „die weltweit führende Sportartikelmarke zu werden“. Um diese Mission zu erfüllen, umfasst adidas zwei Divisionen, die für zwei unterschiedliche Marktsegmente stehen: Sport Performance und Sport Style. Die Produkt- und Marketinginitiativen von adidas konzentrieren sich weltweit vorrangig auf fünf Prioritäten, die bis zum Jahr 2010 voraussichtlich über 80 % des Umsatzwachstums der Marke generieren werden: Running, Fußball, Basketball, Training und Originals. Die adidas Devise „Impossible is Nothing“ steht im Mittelpunkt der Markenkommunikation und hilft, die Bindung zwischen dem Konsumenten und der Marke adidas zu stärken. Mit einer klar definierten, segmentierten Vertriebspolitik und einer Premium-Preisstrategie positioniert sich adidas in allen Märkten eindeutig als Spitzenmarke.
EINFÜHRUNG EINER NEUEN MARKENSTRUKTUR
Im Jahr 2007 hat die Marke adidas sowohl in Bezug auf die Finanzergebnisse
siehe adidas Geschäftsentwicklung als auch operativ
weitere Fortschritte erzielt. Sie hat sich organisatorisch
weiterentwickelt
und ist von einer dreidivisionalen zu einer
zweidivsionalen Struktur übergegangen. Mit Bernd Wahler für
Sport Performance und Hermann Deininger für Sport Style
berief adidas zwei Chief Marketing Officers, die vollständige
Verantwortung für ihre jeweilige Division haben. Im Laufe
des Jahres wurde die zweidivisionale Struktur nicht nur in den
für die weltweite Markenausrichtung zuständigen Bereichen
eingeführt, sondern auch auf Regionen-Ebene in Nordamerika
und Europa umgesetzt. Ferner wurde Patrik Nilsson zum
neuen President von adidas Nordamerika ernannt, um die
Marktposition der Marke in der Region zusätzlich zu stärken.
WEITERE STÄRKUNG DES VERTRIEBS IN EUROPA
IIn Europa
hat adidas den Vertrieb mit verschiedenen Initiativen weiter
verbessert. Beispielsweise verlängerte die Marke die strategische
Partnerschaft mit ihrem Key Account Intersport International
Corporation. Im Rahmen dieser Kooperation wird
adidas in Intersport-Geschäften in 32 Märkten weltweit individuelle
und speziell für die jeweiligen Marktgegebenheiten
zusammengestellte
Produktsortimente in Kategorien wie
Fußball oder Running anbieten. Außerdem werden adidas und
Intersport weiterhin eng in gemeinsamen Marketinginitiativen
und bei Sportereignissen zusammenarbeiten. Darüber hinaus
hat adidas eine segmentierte Vertriebsstrategie in Großbritannien
eingeführt
siehe Risiko- und Chancenbericht und den eigenen
Einzelhandel in Russland deutlich weiter ausgebaut.
ERWEITERUNG DES PARTNERSCHAFTSNETZWERKS
Die
Marke adidas hat ihr Portfolio an Promotion-Partnerschaften
erweitert. Der Abschluss einer „Tier-One-Partnerschaft“ mit
dem Londoner Organisationskomitee für die Olympischen und
Paralympischen Spiele (LOCOG) machte adidas zum offiziellen
Sportswear Partner der Olympischen Spiele in London 2012.
Außerdem hat adidas die Partnerschaften mit den Fußballverbänden
von Deutschland, Spanien und Griechenland verlängert
und mehrjährige Vereinbarungen mit dem Rennfahrer
Dale Earnhardt Jr., der Texas A & M University und der University
of Michigan abgeschlossen. Die Sport Style Division einigte
sich mit einem der führenden Jeanshersteller, Diesel, auf eine
mehrjährige Produktzusammenarbeit, die im Februar 2008
begann.
ERFOLGREICHER START DER MARKETINGKAMPAGNEN
Im
Bereich der Markenkommunikation präsentierte adidas erfolgreich
die jüngste Auflage seiner Markenkampagne „Impossible
is Nothing“ – mit einer TV-Ausstrahlung in mehr als 50 Ländern
die größte globale Werbekampagne der Marke jemals. Zudem
gab adidas den Startschuss für die Markenkampagne für
die Olympischen Spiele in China sowie die weltweite Fußballkampagne
2008.
INNOVATIONSFÜHRERSCHAFT DURCH PERSONALISIERUNG
Die Innovationsphilosophie der Marke adidas umfasst alle
Facetten ihrer Geschäftstätigkeit – von Produktdesign- und
-entwicklung bis hin zu Marketing, Promotion-Partnerschaften
und Vertrieb. Hierbei ist Personalisierung ein Schwerpunktthema.
Personalisierte Produktkonzepte bei adidas sind:
„Interaktive“ Produktkonzepte wie das neue, individuelle
Trainingssystem miCoach (Markteinführung März / April 2008),
mit denen Konsumenten direkt interagieren können.
Kundenspezifische Lösungen wie die mi adidas Plattform
oder das Fußballschuhkonzept TUNiT, die dem Konsumenten
die Möglichkeit bieten, bestimmte Produktmerkmale selbst
zu bestimmen.
Eine breite Auswahl klar abgegrenzter Produktfamilien
wie adiSTAR, adiZero und Supernova sowie Technologien wie
Clima, TECHFIT ™, ForMotion™ und BOUNCE ™, aus denen
die Konsumenten je nach eigenen Bedürfnissen und Anforderungen
auswählen
können.
Für Marketing und Vertrieb bedeutet Personalisierung unter anderem individuelle, auf Konsumentenwünsche zugeschnittene Angebote – im Internet ebenso wie im Handel. Personalisierung wird das Kernthema in punkto Innovation und eine Triebkraft der weiteren Geschäftsentwicklung bei adidas sein. Alle Bestrebungen in Produktdesign und -entwicklung sowie (digitalem) Marketing und Vertrieb werden hiervon geleitet.
SPORT PERFORMANCE: AUSRÜSTUNG FÜR SPORTLER ZUM
ERREICHEN DES EIGENEN „IMPOSSIBLE“
Keine andere
Marke ist stärker im Sport verwurzelt als adidas. Überall bei
adidas ist der Geist des Unternehmensgründers Adi Dassler zu
spüren. Dies bedeutet, dass adidas alle Sportler auf bestmögliche
Weise unterstützen und ausrüsten möchte, damit sie ihre
Bestleistung erreichen können. Aus diesem Grund steht die
adidas Sport Performance Division weiterhin im Mittelpunkt
der Produkt- und Marketinginitiativen. Zukünftig wird adidas
voraussichtlich weiterhin mindestens 70 % des Segmentumsatzes
in dieser Division erzielen. Die adidas Sport Performance
Division bietet zwar Produkte für fast jede Sportart an, das
Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den folgenden Kategorien:
Running
Fußball
Basketball
Training
Das Ziel von adidas ist es, in all diesen Kategorien die weltweit umsatzstärkste Marke zu sein. Rund 80 % des Umsatzwachstums in der Sport Performance Division bis 2010 wird voraussichtlich in diesen vier Kategorien erzielt werden. Darüber hinaus plant adidas seine Stellung als Weltmarktführer in der Kategorie Tennis zukünftig weiter zu stärken.
adidas ist bestrebt, das Markenmotto – „Impossible is Nothing“ – in einer gezielten und für den Konsumenten bedeutungsvollen Art und Weise zu präsentieren. Die gleichnamige Markenkampagne ermutigt Konsumenten, ihr eigenes „unmögliches“ Ziel zu erreichen, egal wie dieses aussehen mag. Sie unterstreicht außerdem, dass adidas ihnen auf dem Weg dahin zur Seite stehen wird.
SPORT PERFORMANCE – RUNNING: STÄRKUNG DER GLAUBWÜRDIGKEIT
BEI LEISTUNGSSPORTLERN
Running besitzt
unter den Kategorien von adidas weiterhin höchste Priorität
und spielt auch für den zukünftigen Markenerfolg eine entscheidende
Rolle. Wegen der globalen Bedeutung der Kategorie
wird ein wesentlicher Teil der gesamten Marketingausgabe
in diesem Bereich eingesetzt – sowohl in Jahren, in denen
wichtige Sportereignisse (z.B. Olympische Spiele, Fußball-Weltmeisterschaften) stattfinden, als auch in Jahren, in denen
diese fehlen. Nach einem starken zweistelligen Umsatzwachstum
im Jahr 2007 nimmt adidas derzeit gemessen am Umsatz
die zweite Position in dieser Kategorie ein.
adidas folgt der Philosophie, Läufer jedes Leistungsniveaus zu inspirieren und zu unterstützen. Dabei konzentriert sich die Marke zunächst auf die Erhöhung der Glaubwürdigkeit bei Hochleistungssportlern, denn diese bildet die Grundlage, auf der sich adidas schließlich Zugang zum Freizeitläufer verschaffen möchte. Die Zielgruppe der Freizeitläufer bietet das insgesamt deutlich höhere Absatzpotenzial in der Kategorie Running. Da Läufer meist nach Beständigkeit und bewährten Technologien suchen, stützt sich das Sortiment auf mehrere etablierte Produktfamilien und -technologien, die jeweils ganz spezielle Kundenbedürfnisse erfüllen (z.B. adiSTAR, Supernova, Response, adiZero, BOUNCE ™). Die Marke adidas versucht ihr Produktangebot weltweit bestmöglich einzusetzen. Hierzu bedient sich adidas eines segmentierten und auf Kunden und Konsumenten zugeschnittenen Vertriebs, unterstützt seine Einzelhandelspartner und nutzt Partnerschaften mit ausgewählten Marathonveranstaltungen in aller Welt (z.B. den Marathons in Boston, London und Berlin).
SPORT PERFORMANCE – FUSSBALL: AUSBAU DER FÜHRENDEN
STELLUNG
Als der populärste Sport der Welt spielt
Fußball für die Marke adidas strategisch eindeutig eine
Schlüsselrolle. Seit mehr als 50 Jahren hat adidas alle wichtigen
technologischen Entwicklungen bei Fußballschuhen und
Fußbällen entscheidend geprägt. Gemessen am Umsatz ist
adidas die führende Fußballmarke der Welt. Aufbauend auf
dem Erfolg im Zusammenhang mit der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft
2006™ strebt die Marke an, ihre führende
Position weiter auszubauen. Dies soll über die kontinuierliche
Entwicklung branchenführender Produkte und mit Hilfe eines
hervorragenden Portfolios an Promotion-Partnern erfolgen.
Dieses umfasst im Fußball führende Dachverbände (z.B. FIFA, UEFA), nationale Verbände (z.B. Deutschland, Frankreich, Spanien, Rumänien, Griechenland, Argentinien, Mexiko, Japan), Ligen (z.B. Major League Soccer in den USA), Vereine (z.B. Real Madrid, A.C. Mailand, FC Chelsea, FC Liverpool, FC Bayern München, River Plate) und Spieler (z.B. Kaká, Lionel Messi, David Beckham, Michael Ballack). Im Jahr 2007 konnte die Marke adidas ihre Marktstellung weiter stärken.
Im Jahr 2008 werden sich die meisten Produktinitiativen und Marketingaktivitäten um die Fußball-Europameisterschaft UEFA EURO 2008™ drehen. Dieses Ereignis bietet der Marke in Europa eine wichtige Plattform, ist aber auch global gesehen von großer Bedeutung und weckt bei Fußballfans weltweit starkes Interesse. Basierend auf neuen Produkt- und Marketingkonzepten sowie ihrer bewährten Stärke darin, diese Konzepte in kommerziellen Erfolg umzumünzen, rechnet die Marke adidas zukünftig mit dem weiteren Ausbau ihrer Marktführerschaft in dieser Kategorie.
SPORT PERFORMANCE – BASKETBALL: NBA-PARTNERSCHAFT
ALS ERFOLGSFAKTOR
adidas steht gemessen am
weltweiten Umsatz in der Basketballkategorie an zweiter Stelle
und verfügt vor allem über eine starke Präsenz außerhalb
Nordamerikas. Die weitere Verbesserung der Marktposition im
Basketball ist daher eine weitere Schlüsselkomponente der
Markenstrategie. Basketball ist insbesondere in Nordamerika
wichtig, um das Wachstum dort anzukurbeln. Die Marke adidas
betont hierbei ihre einzigartige Positionierung, die sowohl den
einzelnen Spieler als wichtigen Bestandteil einer Mannschaft
als auch die Mannschaftsleistung insgesamt hervorhebt.
So beabsichtigt die Marke adidas, ihre Marktstellung in der
Kategorie Basketball zu stärken.
Die langfristige Partnerschaft mit der amerikanischen Basketball-Liga NBA ist in diesem Zusammenhang ein entscheidender
Vorteil. Dadurch verfügt die Marke adidas über die
exklusiven Lizenzrechte für alle auf dem Spielfeld getragenen
NBA-Bekleidungsprodukte (Trikots und Aufwärmkleidung)
und mit dem NBA-Logo versehene Schuhe aller Mannschaften.
Ferner garantiert diese Partnerschaft, dass adidas bei allen
2.460 Saisonspielen der NBA deutlich zu sehen sein wird. Sie
ermöglicht außerdem den effektiven Einsatz von herausragenden
Einzelspielern, mit denen adidas eine Promotion-Partnerschaft
besitzt, u.a. Kevin Garnett, Dwight Howard, Tim Duncan,
Chauncey Billups, Tracy McGrady und Gilbert Arenas.
siehe adidas Produkte und Kampagnen Sogar mehr als 20 % aller
NBA-Spieler tragen heute Schuhe von adidas.
Aufgrund der großen weltweiten Bekanntheit und Popularität der NBA, bietet diese Partnerschaft adidas auch die Chance, das Basketballgeschäft in Asien und in Europa voranzutreiben. Die außerhalb von Nordamerika generierten Basketballumsätze der Marke steigen rasch, so dass adidas eine gleichmäßige Aufteilung des Gesamtgeschäfts im Basketball bis 2010 zwischen Nordamerika und den restlichen internationalen Märkten erwartet.
SPORT PERFORMANCE – TRAINING: ERWEITERUNG DES
GESCHÄFTS MIT MÄNNER- UND FRAUENBEKLEIDUNG
Training
ist die wichtigste Bekleidungskategorie der Branche.
Bei adidas ist Training die größte Sportkategorie für Männer
und Frauen gleichermaßen und gehört zu den klaren Stärken
der Marke. Darüber hinaus ist adidas weltweit führend im
Bereich Trainingsbekleidung und strebt an, diese Marktführerschaft
künftig weiter auszubauen.
Im Männersegment stellt das kategorieübergreifende, leistungsorientierte
Kompressions-Bekleidungskonzept TechFit™
siehe adidas Produkte und Kampagnen einen wichtigen Faktor für
Image und kommerziellen Erfolg dar. adidas erwartet eine Verdoppelung
der mit TechFit™ erzielten Umsätze im Jahr 2008,
unterstützt
durch starke Kommunikations- und Sport Marketingmaßnahmen.
Außerdem wird die Marke eng mit wichtigen
Einzelhändlern zusammenarbeiten und diese mit speziellen
Nachschubprogrammen zur Vermeidung von Verfügbarkeitsengpässen
unterstützen.
Im Bereich Women’s Training sieht adidas besonders gute
Wachstumschancen.
siehe Risiko- und Chancenbericht Deshalb
wird die Marke adidas ihr Geschäft bei Frauenbekleidung
durch erweiterte Produktangebote in drei Kollektionen weiter
ausbauen: der hochwertigen adilibria Kollektion, der vom Tanz
inspirierten Fuse Kollektion und der Gym-orientierten Clima
365™ Kollektion. Um diese Produktkonzepte zu unterstützen,
wird adidas außerdem eine globale Kommunikationskampagne
rund um das Thema Yoga durchführen. Zusätzlich plant die
Marke, das Produktangebot und den Vertrieb der gefeierten
Kollektion adidas by Stella McCartney schrittweise zu erweitern.
SPORT STYLE: AUSNUTZEN DER MARKENTRADITION UND
AUTHENTIZITÄT
Da der Markt für Streetwear und Lifestyle-Mode
größer und fragmentierter ist als der für reine Sportprodukte,
bietet er Sportartikelherstellern eine einzigartige
Chance. Hinzu kommt, dass die Profitabilität im Sport Lifestyle-Markt wegen niedrigerer Ausgaben für Forschung und
Entwicklung üblicherweise größer ist und das Konsumenteninteresse
stetig zunimmt. Des Weiteren wächst der Sport
Lifestyle-Markt schneller als der Markt für eigentliche
Sportprodukte.
adidas ist eine Marke, die dank ihrer einzigartigen Geschichte im Sport ein authentisches Sport Lifestyle-Angebot vorweisen kann. Dies unterscheidet adidas von anderen und gibt der Marke einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber der Vielzahl von Modemarken, die in diesen Markt drängen. Um das Potenzial im Sport Lifestyle-Markt bestmöglichst auszuschöpfen, hat adidas die eigens auf diesen Markt ausgerichtete Sport Style Division ins Leben gerufen. Das Hauptaugenmerk dieser Division liegt vor allem auf den Kategorien Originals und Mode (z.B. Y-3, Porsche Design). adidas plant sein Lifestyle-Angebot im Jahr 2008 mit der Einführung einer separaten preisgünstigeren Lifestyle-Modekollektion weiter zu stärken. Mittel- bis langfristig wird der Umsatzanteil der Sport Style Division voraussichtlich bei bis zu 30 % liegen.
SPORT STYLE: WACHSTUM MIT ADIDAS ORIGINALS
Das
adidas
Originals Geschäft ist die tragende Säule der Sport
Style Division. Die Markenkommunikation und -positionierung
von adidas Originals bauen auf der Kernaussage „Celebrate
Originality“ auf.
siehe adidas Produkte und Kampagnen Alle Produkt-
und Marketinginitiativen drehen sich um Authentizität,
Kreativität und Individualität. Seit der Vorstellung von adidas
Originals wurde das Geschäftsmodell eines Nischenanbieters
mit entsprechender Produkt-, Marketing- und Vertriebsstrategie
verfolgt. Zukünftig plant adidas jedoch, den Vertrieb
im Originals Geschäft auszubauen und das Produktangebot
sowie die Kommunikationsaktivitäten
zu erweitern. Auf diese
Weise können
die Stärke und der Wert der Marke adidas im
Originals Geschäft optimal ausgenutzt werden.
Um die Bedürfnisse einer breiten Käuferschaft bestmöglichst erfüllen zu können, adressiert adidas mit Originals drei Konsumentensegmente:
Der Metropolitan-Konsument sucht als Grundlage für seine
Selbstdarstellung Sport-, Street- und Fashion-Bezüge. In
diesem
Konsumentensegment beabsichtigt die Marke adidas
von wichtigen Trends zu profitieren. Derartige Trends sind
beispielsweise
vom Motorsport inspirierte Schuhe oder so
genannte
Low-Profile Schuhe (z.B. die Sleek-Kollektion für
Frauen). Darüber
hinaus wird adidas 2008 im Rahmen der neuen
Produktzusammenarbeit
mit Diesel die erste eigene Jeanskollektion
auf den Markt bringen. Außerdem wird adidas das
Angebot mit der Einführung neuer Produktkonzepte erweitern.
Dazu gehören u.a. die umweltfreundliche Kollektion adidas
Grün und die Kollektion
„Handbags for Feet“ (Handtaschen
für
Füße) speziell für Frauen.
siehe adidas Produkte und Kampagnen
Das Urban-Segment steht für einen starken, urbanen Look,
der Elemente aus Sport, Streetwear und besonders dem Hip-Hop-Lifestyle bezieht. In diesem Konsumentensegment sind
Authentizität und sportliche Tradition entscheidend. Mit der
Verbindung zu Run DMC in den 1980er Jahren leistete adidas
hier Pionierarbeit. Heute findet adidas bei urbanen Konsumenten
Anklang mit dem „Kultschuh“ Superstar oder beispielsweise
Kollektionen, die auf den Partnerschaften mit Missy Elliott und
der NBA (d.h. Lifestyle-Produkte im Basketball) beruhen.
Im Coastal-Segment spricht adidas eine junge Konsumentengruppe
an, die Inspiration in Action Sportarten findet. Unter
anderem legt die Marke adidas hier weiterhin besonderes
Gewicht
auf ihr erfolgreiches, vom Skateboarding inspiriertes
Produktangebot.
Um künftiges Umsatzwachstum im Sport Lifestyle-Markt sicherzustellen, wird die Marke adidas ihr Produktangebot durch neue Konzepte erweitern und gleichzeitig den Vertrieb über Dritte sowie in den adidas eigenen Einzelhandelsgeschäften zusätzlich differenzieren und segmentieren.
SPORT STYLE: AUFBAU DES MODEGESCHÄFTS AUF BASIS
DER ERFOLGREICHEN Y-3 KOLLEKTION
Ein weiterer wichtiger
Bestandteil der Sport Style Division ist die edle Y-3 Modekollektion,
die in Zusammenarbeit mit dem Modedesigner Yohji
Yamamoto entwickelt wird. Seit der Einführung vor fünf Jahren
hat sich das Y-3 Geschäft zu einem wichtigen Imagefaktor der
Marke adidas entwickelt und beachtliches Wachstum erzielt.
Mit Y-3 hat adidas eine eigene Nische in der hartumkämpften
Modewelt geschaffen. Zweimal im Jahr stellt adidas auf der
Modewoche in New York neue Y-3 Kollektionen vor. Um das Y-3
Geschäft auch zukünftig weiter voranzutreiben, konzentriert
sich die Marke vor allem auf selbst kontrollierte Ladenflächen
in Zusammenarbeit mit Premium-Einzelhändlern für Mode
bzw. eigene Einzelhandelsaktivitäten. Für das Jahr 2008 rechnet
adidas mit zweistelligen Wachstumsraten beim Umsatz
im
Modegeschäft.
OPTIMIERUNG DES GROSSHANDELSGESCHÄFTS
Für den
Erfolg beider Divisionen – Sport Performance und Sport Style –
ist eine effektive Vertriebsstrategie erforderlich. Die richtige
Präsentation und Verfügbarkeit von für den Konsumenten
relevanten
Produkten sind in diesem Zusammenhang ebenso
entscheidend wie ein hervorragender Service am Point-Of-Sale.
83 % des Umsatzes bei adidas entfallen auf das Großhandelsgeschäft, wobei eigene Vertriebsgesellschaften von adidas Schuhe, Bekleidung und Sportzubehör an Einzelhandelspartner verkaufen. Das Kundennetzwerk umfasst im Allgemeinen den Sportfachhandel, Einzelhandelsketten für Sportprodukte und Schuhhändler sowie höherwertige Kaufhäuser und modeorientierte Anbieter für Lifestyle-Produkte der Sport Style Division. Um ihr Image als Premium-Marke zu bewahren, vertreibt die Marke adidas ihre Produkte generell nicht über so genannte Billigketten oder Discounter.
In einigen Märkten, wo adidas über keine eigene Vertriebsgesellschaft
verfügt, geht die Marke Vertriebspartnerschaften
mit Dritten ein. Diese agieren als Großhändler, d.h. sie verkaufen
adidas Produkte weiter an den Einzelhandel. Um jedoch die
größtmögliche Kontrolle über die eigene Marke zu bewahren,
sind der Rückkauf von Vertriebsrechten und die Einrichtung
eigener
Vertriebsorganisationen wichtige Bestandteile der
adidas
Strategie.
siehe Risiko- und Chancenbericht
Im Jahr 2008 wird die Marke adidas ihr Großhandelsgeschäft weiter optimieren und dazu das Produktangebot für Einzelhändler noch stärker segmentieren. Nach dem erfolgreichen Start eines neuen Vertriebsmodells in Großbritannien ist geplant, ähnliche Modelle in anderen wichtigen europäischen Märkten einzuführen.
ERWEITERUNG DER SELBST KONTROLLIERTEN LADENFLÄCHEN
In Übereinstimmung mit unserer Vertriebsstrategie
siehe Konzernstrategie liegt der Schwerpunkt der Marke adidas
auf der Erweiterung der Ladenflächen, die sie selbst kontrolliert,
durch:
einen weiteren Ausbau des eigenen Einzelhandelsgeschäfts
und des Netzwerks von Mono-Branded Stores, besonders in
Schwellenländern,
eine Diversifizierung der eigenen Ladenformate und Aufbau
eines mehrdimensionalen Portfolios mit Metropolitan Stores,
Concept Stores, E-Commerce und Factory Outlets,
und ein Forcieren der Eröffnung von Shop-in-Shops mit
wichtigen Einzelhandelspartnern in reifen Märkten.
Im Jahr 2007 hat adidas in all diesen Bereichen bedeutende
Fortschritte verzeichnen können. Der Absatz und die Anzahl
der Läden im eigenen Einzelhandel stiegen weiterhin stark an.
Auf den eigenen Einzelhandel entfallen 17 % des Umsatzes der
Marke adidas.
siehe adidas Geschäftsentwicklung Die Anzahl der
Mono-Branded Stores in Schwellenländern und die Anzahl der
Shop-in-Shops stiegen ebenfalls deutlich.
Im Jahr 2008 plant die Marke adidas, ihre Initiativen zur Erweiterung der selbst kontrollierten Ladenflächen noch zu intensivieren. Gemeinsam mit ihren Einzelhandelspartnern wird die Marke adidas weiterhin Shop-in-Shop-Formate in den reiferen Märkten und neue Mono-Branded Stores in Schwellenländern eröffnen. Ferner plant adidas einen weiteren Ausbau des eigenen Einzelhandels, besonders in Märkten, in denen die Infrastruktur im Einzelhandel noch unterentwickelt ist und auch ein Marktzugang in Zusammenarbeit mit Partnern nur schwer möglich ist.
Im Zuge des anhaltenden Ausbaus des Netzwerks eigener Stores wird adidas im Frühjahr 2008 in Peking den weltweit größten Store der Marke eröffnen. Dieses Geschäft wird sowohl Sport Performance als auch Sport Style Produkte anbieten. adidas beabsichtigt, zukünftig weitere derartiger Metropolitan Stores zu eröffnen. Außerdem wird die Marke durch die Einführung kategoriespezifischer Concept Store-Formate mehr Vielfalt in ihr Laden-Portfolio bringen. Zudem wird die Marke im ersten Halbjahr 2008 ihren ersten eigenen europäischen Internet-Store in den Niederlanden einrichten.
STEIGERUNG VON DURCHSCHNITTLICHEN VERKAUFSPREISEN
UND PROFITABILITÄT
Das Angebot an adidas
Schuhen, Bekleidung und Zubehör bewegt sich zum größten
Teil auf einem höheren bzw. mittleren Preisniveau. Dabei zielt
die Marke auf eine Stärkung ihrer Marktstellung und Umsatzwachstum
ab, indem sie vor allem auf eine Steigerung der
durchschnittlichen Verkaufspreise hinarbeitet. Damit strebt
adidas auch eine Verbesserung der Profitabilität an. Sollte es
im Einzelhandel zu verstärktem Preiswettbewerb kommen,
ergreift
adidas aktiv Maßnahmen zum Schutz des Markenimages.
siehe Risiko- und Chancenbericht Dabei verzichtet die
Marke auch bewusst auf kurzfristige Umsatzchancen, um ihre
Marktstellung langfristig nicht zu gefährden.