ROCKPORT: EXPANSION IM FREIZEIT- / LIFESTYLEMARKT
Rockport ist eine führende globale Schuhmarke im Lifestyle-Bereich. Sie verbindet in ihren Produkten moderne, stilvolle
Designs und Tragekomfort mit Technologien aus der Sportschuhindustrie
und sieht darin ihren Wettbewerbsvorteil.
Rockport hat mehrere Initiativen ins Leben gerufen, die vor allem in den Urban/Metro, Outdoor, Technologie und Women’s Segmenten des Freizeit- / Lifestyle-Markts für Wachstum sorgen sollen. Die Marke versucht ihre Konsumentenbindung zu stärken, indem sie ihr Produktsortiment klar segmentiert, eine disziplinierte, auf die jeweiligen Kanäle zugeschnittene Vertriebsstrategie verfolgt und fortlaufend branchenführende Technologien (z.B. adidas TORSION ®) in ihre Produkte integriert. Für Rockport spielt im Rahmen der Wachstumsstrategie auch eine wichtige Rolle, dass die Marke den Technologiefundus und die Infrastruktur des adidas Konzerns (z.B. in Schwellenländern) bestmöglich zum eigenen Vorteil einsetzt. Rockport erwartet zukünftig sowohl weiteres Wachstum in Nordamerika zu erzielen als auch Umsatzsteigerungen in den Märkten außerhalb Nordamerikas zu erreichen. Bis spätestens 2010 peilt Rockport an, mehr als 50 % des Markenumsatzes in Europa, Asien und Lateinamerika zu generieren.
OPTIMIERUNG DES BESTEHENDEN VERTRIEBSNETZES
Das
Großhandelsgeschäft hat insgesamt einen Anteil von 84 % am
Gesamtumsatz des Reebok Geschäftssegments. Historisch
betrachtet verfügte Reebok über eine relativ enge Vertriebsbasis,
die nur bestimmte Absatzkanäle (Sportartikelketten und Schuhhändler)
und eine geringe Zahl von Kunden berücksichtigte.
Dieser Vertriebsansatz führte zu einer zu starken Abhängigkeit
von bestimmten Partnern im Einzelhandel. Schließlich begannen
Reeboks Verhandlungsposition und Markenimage darunter zu
leiden. In Einklang mit der Vertriebspolitik des adidas Konzerns
arbeitet Reebok nun an der Verbreiterung des Vertriebsnetzes
und der Erhöhung der Präsenz in anderen Einzelhandelsformaten
(z.B. Sportfachhandel und Warenhäuser), um:
das Markenimage zu verbessern und Glaubwürdigkeit im
Sport zurück zu gewinnen,
die bestehenden Vertriebskanäle besser zu bedienen,
siehe Risiko- und Chancenbericht
Die Marke differenziert ihr Produktsortiment mehr und mehr bei unterschiedlichen Einzelhändlern und versucht so bestmöglich die Bedürfnisse verschiedenster Konsumentengruppen zu erfüllen. Für Reebok-CCM Hockey ist der Sportfachhandel der wichtigste Absatzkanal. Produkte von Rockport werden vor allem in Warenhäusern und im Schuhhandel vertrieben. Durch die Segmentierung der Marke und die Differenzierung des Produktangebots zwischen unterschiedlichen Einzelhändlern stellt die Marke Rockport einen breitgefächerten Vertrieb ihrer Produkte sicher.
WACHSTUMSCHANCEN DURCH SELBST KONTROLLIERTE
LADENFLÄCHEN
Die Marke Reebok konzentriert sich in den
reifen Märkten immer stärker auf den Ausbau von Shop-in-Shops in Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Einzelhandel.
In Schwellenländern wiederum steht der Ausbau des eigenen
Einzelhandels bzw. die Ausweitung des Netzwerks von Mono-Branded Stores im Mittelpunkt. Für die absehbare Zukunft
wird der Fabrikverkauf das wichtigste eigene Einzelhandelsformat
von Reebok in Nordamerika bleiben. Reebok-CCM
Hockey strebt vor allem Partnerschaften mit Dritten (wie z.B.
der NHL) an, im Rahmen derer gemeinsam geführte Co-Branded Stores eröffnet werden.
Aufbauend auf ihren Fortschritten im Jahr 2007 (z.B. Eröffnung neuer Läden in Russland und China), weitet die Marke Rockport ihr eigenes Ladennetz (v.a. in Schwellenländern) weiter aus und verstärkt auch die Zusammenarbeit mit Einzelhandelspartnern über Shop-in-Shops. Zudem bauen sowohl Reebok als auch Rockport ihre eigenen E-Commerce Plattformen weiter aus, um den Internetvertrieb als weiteres Element im Vertriebsmix zu etablieren. Insgesamt beträgt der Anteil des eigenen Einzelhandels am gesamten Umsatz des Reebok Geschäftssegments 16 %.
BESSERES MARKENMANAGEMENT DURCH RÜCKKAUF VON
VERTRIEBSRECHTEN
Alle drei Geschäftseinheiten – Reebok,
Reebok-CCM Hockey und Rockport – haben eigene Vertriebsorganisationen
in wichtigen Märkten aufgebaut. Trotzdem
arbeiten
alle drei auch weiterhin in vielen Märkten mit
Distributoren
zusammen. Um das Markenmanagement zu
verbessern
und Marktanteile zu gewinnen, kaufen vor allem die
Marken Reebok und Rockport verstärkt ihre Vertriebsrechte
zurück (bzw. lassen Verträge mit Distributoren auslaufen) und
etablieren eigene Vertriebsorganisationen. Der Rückkauf der
Vertriebsrechte bietet zusätzliches Umsatzpotenzial und wurde
als wichtigstes Gebiet identifiziert, auf dem Reebok Umsatzsynergien
realisieren kann.
siehe Ausblick
ERHÖHUNG DER DURCHSCHNITTLICHEN VERKAUFSPREISE
Reebok verfolgt das Ziel, sein Produktangebot im mittleren
und höheren Preissegment wesentlich zu verbessern und auszuweiten
sowie die durchschnittlichen Verkaufspreise deutlich
zu erhöhen. Auf diesem Wege versucht Reebok, sich stärker
als Premium-Marke in den Bereichen Sport und Lifestyle zu
positionieren. Dieser Ansatz könnte kurzfristig das Umsatzwachstum
verlangsamen, da Chancen im Niedrigpreissegment
freiwillig aufgegeben werden. Wichtiger ist jedoch, dass Reebok
damit langfristig eine Basis für nachhaltige Umsatz- und
Rentabilitätsverbesserungen schaffen und zudem das Markenimage
wahren kann.
Als führender Anbieter hoch technologischer Eishockeyausrüstung zielt Reebok-CCM Hockey primär auf höhere Preispunkte ab. Über die weitere Stärkung seiner Innovationsführerschaft beabsichtigt Reebok-CCM Hockey diese Strategie fortzuführen. Die Marke Rockport agiert vor allem in den höheren und mittleren Preissegmenten. Um in diesen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, versucht die Marke fortlaufend führende Technologien in ihre Produkte zu integrieren. Technologie ist das wichtigste Verkaufsargument der Marke Rockport.





