Reebok strebt danach, „stets durch Kreativität anzuspornen und zu führen“ („always challenge and lead through creativity“). Im Mittelpunkt aller Produktentwicklungsinitiativen stehen Passform und Komfort. Die Marke Reebok orientiert sich am Konsumenten und strebt an, einen ausgewogenen Umsatz in den Bereichen Sport und Lifestyle zu erzielen. Um weltweit zu wachsen, verfolgt die Marke zwei globale Prioritäten – Women’s und Running – sowie einige regionale Initiativen. Darüber hinaus zählen der Aufbau des Geschäfts für Markenbekleidung und die Neuausrichtung des Lifestyle-Angebots zu Reeboks strategischen Schwerpunkten.
DEUTLICHE ORGANISATORISCHE UND OPERATIVE FORTSCHRITTE
Das Hauptaugenmerk Reeboks lag im Jahr 2007
darauf, die Grundlage für die zukünftige, nachhaltige Wiederbelebung
der Marke zu schaffen. Trotz durchwachsener Finanzergebnisse
siehe Reebok Geschäftsentwicklung konnten aus
organisatorischer Sicht deutliche Fortschritte erzielt werden.
Im Laufe des Jahres wurden folgende neue Spitzenkräfte als
Geschäftsführer in den Regionen Nordamerika, Europa und
Asien ernannt: Matt O’Toole (Nordamerika), Nigel Griffiths
(Europa) und David Mischler (Asien). Außerdem wurde Michael
Rupp mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zum President und
CEO der Marke Rockport berufen.
In Nordamerika hat Reebok wichtige Schritte bei der Verbesserung
des Vertriebsmixes gemacht: zum einen durch Lagerräumungsverkäufe,
zum anderen durch eine Kräftigung der
Beziehung mit dem Sportfachhandel. Eine starke Präsenz in
diesem Vertriebskanal ist ein entscheidender Faktor, um die
Glaubwürdigkeit als Sportmarke zu erhöhen. Darüber hinaus
hat Reebok proaktiv damit begonnen, den Vertrieb über die
meist in Einkaufszentren angesiedelten Sportartikelketten
zu limitieren. Die Marke akzeptiert beispielsweise im Moment
von einem ihrer größten Kunden nur Sofortbestellungen.
siehe Risiko- und Chancenbericht Die Sports Licensed Division,
eine auf das Lizenzbekleidungsgeschäft (sowohl für adidas
als auch Reebok) ausgerichtete Geschäftseinheit des adidas
Konzerns, kaufte mit Wirkung zum 31. Oktober 2007 die Vermögenswerte
der Mitchell & Ness Nostalgia Company, einem
Großhändler, Vermarkter und Distributor von authentischen
klassischen Sportprodukten (Transaktionsvolumen: niedriger
einstelliger Millionbetrag in Euro). Diese Akquisition bietet
Reebok zusätzliches Umsatzpotenzial und stärkt die Stellung
der Marke im Lizenzgeschäft mit Sportprodukten.
Zudem erzielte Reebok deutliche organisatorische Fortschritte außerhalb Nordamerikas. Der europäische Hauptsitz wurde von Bolton in Großbritannien in die Niederlande nach Amsterdam verlegt. Ziel dieses Umzugs war es, die Marke in den traditionellen Märkten und Schwellenländern der Region klarer auszurichten und das Produktsortiment zu verbessern. Im Jahresverlauf hat Reebok auch die Vertriebsrechte in der Türkei (mit Wirkung zum 1. April 2007) und Griechenland (mit Wirkung zum 1. Januar 2008) zurückgekauft.
Zusätzlich sorgte Reebok mit einigen Marketinginitiativen für
Furore. Mit der Startennisspielerin Jelena Jankovic und dem
weltweiten Sponsorenvertrag für den Avon Lauf 2008, der
unter
dem Motto „Frauen laufen gegen Brustkrebs“ steht,
siehe Reebok Produkte und Kampagnen konnte die Marke Reebok
ihr Partnerschaftsportfolio im Frauenbereich weiter stärken.
Auf dem Gebiet der Markenkommunikation präsentierte
Reebok seine umfassende vollständig integrierte globale
Running-Kampagne: die „Run Easy“ Kampagne. Diese Kampagne
betonte vor allem den Spaßaspekt beim Laufen. In China startete
zudem Reeboks Kampagne zu den Olympischen Spielen in
Peking, in der der chinesische Basketballspieler Yao Ming im
Mittelpunkt steht und die sich um das Motto dreht „Fuel Yao’s
Unlimited Power“.
WANDLUNG ZUR “MARKE DIE ZU MIR PASST“
Reebok ist eine
konsumentenorientierte Marke und hat das Ziel, perfekt zum
Konsumenten zu passen („Perfect Fit“). Einerseits bedeutet dies,
Produkte zu entwerfen und entwickeln, deren Materialien,
Ausprägungen und Technologien die Passform und den
Komfort
für den Konsumenten verbessern. Zum Beispiel hat
Reebok im Jahr 2007 an 893 Initiativen gearbeitet, die sich
nur auf die Verbesserung der Passform konzentriert haben.
Die Ergebnisse dieser Initiativen sind in der Kollektion Frühjahr
/ Sommer 2008 zu sehen, wobei Schuhe und Bekleidung
mit KineticFit zu den Höhepunkten zählen.
siehe Forschung und Entwicklung Andererseits heißt „Perfect Fit“ auch, auf den
Konsumenten persönlich einzugehen und ihn individuell
anzusprechen,
damit er sich mit der Marke besser identifizieren
kann. Die weltweite Markenkampagne im Jahr 2008
steht unter dem Motto „Your Move“ (frei übersetzt: „Es ist deine
Entscheidung“). Sie unterstreicht, dass letztendlich der Konsument
selbst entscheidet und Reebok die Marke ist, die seine
Bedürfnisse am besten versteht und am besten in der Lage ist,
diese zu erfüllen.
siehe Reebok Produkte und Kampagnen
Der „Fit“ Ansatz ist jedoch nicht allein eine Produkt- oder Marketingphilosophie, sondern leitet alle Facetten des Reebok Geschäfts. Reeboks Ziel ist es, „die Marke zu sein, die zu mir passt“. Im Klartext bedeutet dies, dass Reebok bestrebt ist, gleichzeitig die passende Marke für Konsumenten, Promotion-Partner, Einzelhändler und Mitarbeiter zu sein. Mit Hilfe einer „maßgeschneiderten“ Vertriebsstrategie beabsichtigt Reebok, die passenden Produkte zu den richtigen Margen in den entsprechenden Absatzkanälen anzubieten. Darüber hinaus möchte die Marke Reebok ihren Mitarbeitern ein ideales Arbeitsumfeld bieten und gleichzeitig die Mitarbeiter einstellen, die sich mit den Markenwerten identifizieren.
ANPASSUNG AN WÜNSCHE DER KUNDEN UND KONSUMENTEN
Die spezifische Anpassung an die individuellen Wünsche
von Kunden und Konsumenten spielt eine immer wichtigere
Rolle für Reebok. Produkte mit Technologien wie KineticFit
oder The Pump™ passen sich bereits an die Eigenschaften des
Konsumenten an. Zudem bietet die Marke Reebok Konsumenten
in Nordamerika die Möglichkeit, auf der Internetplattform
„Rbk Custom“, eigene Schuhe zu entwerfen. Das Produktangebot
umfasst hierbei auch limitierte Auflagen gewisser
Highlight-Produkte wie etwa vom bekannten Grafikdesigner
John Maeda entworfene Schuhe oder das Modell Freestyle.
Reebok plant im Jahr 2008 eine Erweiterung von „Rbk Custom“
auf europäische
Länder. Außerdem wird Reebok einigen trendorientierten
Einzelhändlern über die Plattform die Möglichkeit
geben, kurzfristig lieferbare (Lieferzeit: ca. 60 Tage), speziell
nach ihren Wünsche gestaltete Produkte zu beziehen. Darüber
hinaus tritt Reebok immer häufiger über digitales Marketing
mit Konsumenten persönlich in Kontakt. Zukünftig plant die
Marke, führend im digitalen Marketing zu sein und ihre
Bemühungen
auf dem Gebiet der individuellen Anpassung an
Kundenwünsche
(vor allem bei Produkten und Marketing)
weiter zu verstärken. Reebok wird im Jahr 2008 eine neue digitale
Plattform vorstellen, die mit der neuesten Technik auf
dem Gebiet der Individualisierung und Anpassung an Kundenwünsche
ausgestattet sein wird.
GLEICHGEWICHT VON SPORT UND LIFESTYLE
Die meisten
Marken in der Sportartikelindustrie definieren sich entweder
als Sport- oder als Lifestyle-Marke. Reebok hat sich in der
Branche einen Namen gemacht als Marke, deren Produkte die
Grenze zwischen Sport und Lifestyle verwischen. Daher misst
die Marke der Entwicklung von Produkten für den Sport, aber
auch für das tägliche Leben, das gleiche Maß an Bedeutung zu.
Mit einem ganzheitlichen Ansatz, der sich über alle Kategorien
erstreckt, spricht Reebok verschiedenste Konsumentengruppen
an – aktive Sportler, aber auch Sportfans, den Konsumenten
in den Stadtzentren und den Randbezirken. Die Marke Reebok
hat sich zwei globale Prioritäten gesetzt, um den Umsatz im
Bereich Sport zu steigern: Women’s und Running. Hinzu
kommen auch einige regionale Schwerpunkte wie z.B. amerikanische
Sportarten in Nordamerika bzw. Fußball in Europa
und Lateinamerika. Gleichzeitig arbeitet Reebok an der
klareren Ausrichtung des Lifestyle-Geschäfts. Zu diesem Zweck
verbreitert und modernisiert die Marke ihr Produktangebot.
WOMEN’S: AUSNUTZEN DER TRADITION REEBOKS
Reebok
verfügt über eine besondere Stellung auf dem Markt für
Frauen. Die Marke hat in den 80er Jahren die Aerobic-Kategorie
praktisch erfunden und kann eine unvergleichliche Tradition
darin vorweisen, den einzigartigen Bedürfnissen von Sportlerinnen
gerecht zu werden. Reebok ist heute immer noch in
wichtigen Kategorien im Frauenbereich führend, wie z.B. Walking
oder Workout.
Zukünftig beabsichtigt die Marke Reebok, ihr Profil im Frauenmarkt
weiter zu schärfen. Da es besonders Frauen immens
wichtig ist, dass ihnen ihre Bekleidung und Schuhe gut passen,
verwendet Reebok immer wieder neue Materialien oder Farben
und achtet in seinen Kollektionen auf frauenspezifische
Schnittmuster und Größensysteme. Mit Hilfe von zielgerichteten
Marketingkonzepten und Partnerschaften mit Spitzensportlerinnen
(z.B. Amélie Mauresmo, Carolina Klüft, Nicole Vaidisova)
und berühmten Persönlichkeiten will die Marke Reebok zeigen,
dass sie genau versteht, wonach Frauen suchen.
Die Partnerschaft mit Avon für die Initiative „Frauen laufen
gegen
Brustkrebs“
siehe Reebok Produkte und Kampagnen unterstreicht
Reeboks Engagement für Frauen und soll der Marke
helfen, ihre Bindung zu weiblichen Konsumenten zu stärken.
RUNNING: NEUE UND FREIZEITLÄUFER ALS ZIELGRUPPE
Der Laufsport verfügt weltweit über die größte Zahl an Aktiven
und die vielfältigste Käuferschaft. Reeboks Positionierung in
der Kategorie Running unterscheidet sich von der vieler anderer
Marken. Anstatt sich zuerst auf den Wettkampfläufer zu konzentrieren,
verschreibt sich Reebok vor allem Laufneulingen
und Freizeitläufern.
Im Zentrum von Reeboks Produktangebot stehen im Jahr 2008
und darüber hinaus weiterhin Passform und Tragekomfort. Der
Laufschuh Hex Ride Rally ist in diesem Zusammenhang eindeutig
das Produkthighlight.
siehe Reebok Produkte und Kampagne
Reebok bleibt auch weiterhin bestrebt,
umfassende Kollektionen
für den Laufsport zu entwickeln
und sich damit als
Laufmarke „von Kopf bis Fuß“ zu etablieren.
Um ihre Produktinitiativen adäquat zu fördern und ihre besondere Positionierung zu unterstreichen, setzt die Marke Reebok in ihren Kommunikationsaktivitäten auf Running als eine der führenden Kategorien. Außerdem engagiert sich Reebok als Sponsor von kleineren, regionalen Laufveranstaltungen, um die Attraktivität der Marke im Breitensport zu erhöhen.
AMERIKANISCHE SPORTARTEN: ERFOLG DURCH PARTNERSCHAFTEN
MIT LIGEN
Reeboks Engagement in amerikanischen
Sportarten soll vor allem unterstreichen, dass Reebok
eine amerikanisch geprägte Marke ist. Darüber definiert sich
Reebok nicht nur in Nordamerika, sondern differenziert sich
so auch weltweit von seinen Wettbewerbern. American Football
und Baseball sind für die Marke Reebok wichtige Kategorien
zur Erhöhung ihrer Glaubwürdigkeit im Sport.
Aufgrund ihrer Partnerschaft mit der NFL verfügt die Marke Reebok über eine besondere Stellung im American Football, dem populärsten Sport in den USA. Als offizieller Ausstatter der NFL stellt Reebok allen 32 NFL-Teams nicht nur die Uniformen, die auf dem Spielfeld zum Einsatz kommen, sondern auch Bekleidung, die abseits des Spielfelds getragen wird. Damit ist Reebok bei allen Spielen der NFL so präsent wie keine andere Marke. Außerdem fördert die Partnerschaft das Lizenzgeschäft von Reebok und hat positive Nebeneffekte auf das Geschäft mit Stollen- und Nockenschuhen sowie Markenbekleidung. Einzelne Spieler wie Peyton und Eli Manning oder Vince Young treten als Botschafter für die Marke Reebok auf und helfen ihr dabei, die Konsumentenbindung zu stärken.
Reebok ist darüber hinaus bemüht, die Position im Baseball und Basketball auszubauen. In der Baseball Kategorie fördert die Marke ihren Umsatz im Sport- und Lifestyle-Bereich durch ihre Partnerschaften mit der MLB und David Ortiz. Im Basketball setzt Reebok vor allem auf die Pump Technologie im Schuhbereich und die Partnerschaft mit einzelnen Spielern wie Allen Iverson oder Yao Ming. Auf diese Weise zielt Reebok auf Umsatzwachstum in der Kategorie Basketball ab.
FUSSBALL: WETTBEWERB ALS NISCHENANBIETER
Fußball
ist der populärste Sport weltweit und vor allem in Europa und
Lateinamerika von besonderer Wichtigkeit. Aus diesem Grund
versucht sich Reebok im Fußball-Markt in diesen Regionen zu
einem glaubwürdigen Nischenanbieter zu entwickeln. Das
Fußballangebot der Marke erstreckt sich auf Schuhe, Bekleidung
und Zubehör und ist vor allem auf Passform und Tragekomfort
ausgerichtet. Reebok ist in Europa Partnerschaften
mit einigen herausragenden Fußballspielern wie Thierry Henry,
Andriy Shevchenko und Iker Casillas eingegangen. So versucht
die Marke ihr Geschäft voranzutreiben und die Bindung zum
Konsumenten zu verstärken. Die Markenkommunikation von
Reebok in Europa stellt nicht nur die sportlichen Qualitäten
dieser Einzelspieler heraus, sondern zeigt auch Facetten aus
ihrem Leben abseits des Spielfelds. Auf diese Weise beabsichtigt
Reebok Fußballkonsumenten direkt anzusprechen und
Markenbewusstsein aufzubauen. In Lateinamerika bedient
sich Reebok Sponsorenverträgen mit beliebten Vereinen wie
Chivas, dem FC São Paulo oder Internacional Porto Alegre,
um bei Konsumenten an Attraktivität zu gewinnen.
MARKENBEKLEIDUNG: AUF- UND AUSBAU DES GESCHÄFTS
Im Bereich Bekleidung liegt die Stärke der Marke Reebok eindeutig
auf dem Gebiet der Lizenzbekleidung. Deshalb spielt
der Auf- und Ausbau des Geschäfts für Markenbekleidung eine
Schlüsselrolle für Reebok. Bis zum Jahr 2009 beabsichtigt
Reebok infolge der Integration in den adidas Konzern hier
einen
zusätzlichen jährlichen Umsatz von 100 Millionen Euro
zu erzielen.
siehe Ausblick
Technologische Innovation, Design und eine gut funktionierende Beschaffungskette sind wichtige Erfolgsfaktoren im Bekleidungsmarkt. Ein Schwerpunkt für Reebok ist deshalb der Ausbau der Technologie-Plattform im Bekleidungsbereich. Dies impliziert zum einen die stärkere Vermarktung des „Play Dry“ Konzepts, zum anderen die Einführung der neuen KineticFit Bekleidungstechnologie im Jahr 2008. Reebok strebt danach, eine glaubwürdige und wettbewerbsfähige Marke im Bereich der Markenbekleidung zu werden. Hierfür entwickelt Reebok globale Kollektionen und erweitert diese gegebenenfalls mit speziell an regionalen Besonderheiten orientierten Modellen. Aus diesem Grund gestaltet Reebok momentan die Produktdesign- und -entwicklungsprozesse um und nimmt sich fallweise adidas zum Vorbild. Dazu gehört u.a. auch, dass Reebok das Einkaufs- und Beschaffungsnetz von adidas nutzt.
LIFESTYLE: VERBESSERUNG DES PRODUKTANGEBOTS
Das
Ansprechen von Konsumenten im Sport Lifestyle-Markt ist
weiterhin
eine wichtige Säule in der Strategie von Reebok. In
der Vergangenheit stützte sich Reeboks Produktangebot im
Lifestyle-Bereich zu sehr auf einige wenige Produkte, besonders
bei Schuhen im Classics Segment. Um das Risiko einer
Abhängigkeit von nur wenigen Produkten einzugrenzen und
das Lifestyle-Angebot auf eine breitere Basis zu stellen,
gestaltet die Marke Reebok momentan ihr Produktangebot neu.
In Zukunft wird Reebok weiterhin mit Entertainern, Schauspielern oder Künstlern zusammenarbeiten, um so für eine Vielzahl von Konsumenten attraktiv zu sein und Individualität im Produktangebot zu betonen. Reebok wird 2008 einige neue Lifestylekonzepte vorstellen (z. B . die Kool-Aid und Voltron Kollektionen), aber auch neue Variationen beliebter und bewährter Konzepte herausbringen (z.B. Classics, Freestyle).
REEBOK-CCM HOCKEY: AUSWEITUNG DER MARKTFÜHRERSCHAFT
Reebok-CCM Hockey ist mit den Marken Rbk Hockey
und CCM gemessen am Umsatz weltweiter Marktführer im
Eishockeysport. Beide Marken bieten ein komplettes Sortiment
an Eishockeyausrüstung. Während das Hauptaugenmerk von
CCM auf Schlittschuhen liegt, sind die Schwerpunkte von Rbk
Hockey Eishockeyschläger und Bekleidung. Die Produktdesign- und -entwicklungsaktivitäten von Reebok-CCM Hockey sind
darauf ausgerichtet, leistungsfördernde Produkte mit der
neuesten
Technik zu entwickeln.
siehe Forschung und Entwicklung
Zukünftig konzentriert sich Reebok-CCM Hockey weiterhin
auf die Entwicklung und Verbesserung branchenführender
Produkte wie etwa des Rbk Edge Uniform Systems™, des Rbk
O-Sticks oder des Rbk Pumps und der CCM V10.0 Schlittschuhe.
Reebok-CCM Hockey ist exklusiver Lizenznehmer für Trikots der NHL, der American Hockey League, der Canadian Hockey League und einiger Universitäts- und Nationalmannschaften. Über die NHL Partnerschaft präsentiert sich Reebok-CCM Hockey in hervorstechender Art und Weise bei allen Spielen der populärsten Eishockeyliga der Welt. Zudem ermöglicht die Partnerschaft Reebok-CCM Hockey das Lizenzgeschäft anzukurbeln. Darüber hinaus hat Reebok-CCM Hockey auch Partnerschaften mit Spitzenspielern wie u.a. Sidney Crosby, Alexander Ovechkin und Vincent Lecavalier. Diese Partnerschaften mit einzelnen Starspielern unterstreichen einerseits die Führungsposition von Reebok-CCM Hockey im Eishockeysport und bieten andererseits auch Umsatzpotenzial (z.B. in Form eigener Kollektionen oder im Lizenzbekleidungsgeschäft über Trikotverkäufe). Aufgrund seines hervorragenden Produktangebots und des starken Portfolios an Promotion-Partnerschaften erwartet Reebok-CCM Hockey, seine Marktführerschaft weiter ausbauen zu können.
ROCKPORT: EXPANSION IM FREIZEIT- / LIFESTYLEMARKT
Rockport ist eine führende globale Schuhmarke im Lifestyle-Bereich. Sie verbindet in ihren Produkten moderne, stilvolle
Designs und Tragekomfort mit Technologien aus der Sportschuhindustrie
und sieht darin ihren Wettbewerbsvorteil.
Rockport hat mehrere Initiativen ins Leben gerufen, die vor allem in den Urban/Metro, Outdoor, Technologie und Women’s Segmenten des Freizeit- / Lifestyle-Markts für Wachstum sorgen sollen. Die Marke versucht ihre Konsumentenbindung zu stärken, indem sie ihr Produktsortiment klar segmentiert, eine disziplinierte, auf die jeweiligen Kanäle zugeschnittene Vertriebsstrategie verfolgt und fortlaufend branchenführende Technologien (z.B. adidas TORSION ®) in ihre Produkte integriert. Für Rockport spielt im Rahmen der Wachstumsstrategie auch eine wichtige Rolle, dass die Marke den Technologiefundus und die Infrastruktur des adidas Konzerns (z.B. in Schwellenländern) bestmöglich zum eigenen Vorteil einsetzt. Rockport erwartet zukünftig sowohl weiteres Wachstum in Nordamerika zu erzielen als auch Umsatzsteigerungen in den Märkten außerhalb Nordamerikas zu erreichen. Bis spätestens 2010 peilt Rockport an, mehr als 50 % des Markenumsatzes in Europa, Asien und Lateinamerika zu generieren.
OPTIMIERUNG DES BESTEHENDEN VERTRIEBSNETZES
Das
Großhandelsgeschäft hat insgesamt einen Anteil von 84 % am
Gesamtumsatz des Reebok Geschäftssegments. Historisch
betrachtet verfügte Reebok über eine relativ enge Vertriebsbasis,
die nur bestimmte Absatzkanäle (Sportartikelketten und Schuhhändler)
und eine geringe Zahl von Kunden berücksichtigte.
Dieser Vertriebsansatz führte zu einer zu starken Abhängigkeit
von bestimmten Partnern im Einzelhandel. Schließlich begannen
Reeboks Verhandlungsposition und Markenimage darunter zu
leiden. In Einklang mit der Vertriebspolitik des adidas Konzerns
arbeitet Reebok nun an der Verbreiterung des Vertriebsnetzes
und der Erhöhung der Präsenz in anderen Einzelhandelsformaten
(z.B. Sportfachhandel und Warenhäuser), um:
das Markenimage zu verbessern und Glaubwürdigkeit im
Sport zurück zu gewinnen,
die bestehenden Vertriebskanäle besser zu bedienen,
siehe Risiko- und Chancenbericht
Die Marke differenziert ihr Produktsortiment mehr und mehr bei unterschiedlichen Einzelhändlern und versucht so bestmöglich die Bedürfnisse verschiedenster Konsumentengruppen zu erfüllen. Für Reebok-CCM Hockey ist der Sportfachhandel der wichtigste Absatzkanal. Produkte von Rockport werden vor allem in Warenhäusern und im Schuhhandel vertrieben. Durch die Segmentierung der Marke und die Differenzierung des Produktangebots zwischen unterschiedlichen Einzelhändlern stellt die Marke Rockport einen breitgefächerten Vertrieb ihrer Produkte sicher.
WACHSTUMSCHANCEN DURCH SELBST KONTROLLIERTE
LADENFLÄCHEN
Die Marke Reebok konzentriert sich in den
reifen Märkten immer stärker auf den Ausbau von Shop-in-Shops in Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Einzelhandel.
In Schwellenländern wiederum steht der Ausbau des eigenen
Einzelhandels bzw. die Ausweitung des Netzwerks von Mono-Branded Stores im Mittelpunkt. Für die absehbare Zukunft
wird der Fabrikverkauf das wichtigste eigene Einzelhandelsformat
von Reebok in Nordamerika bleiben. Reebok-CCM
Hockey strebt vor allem Partnerschaften mit Dritten (wie z.B.
der NHL) an, im Rahmen derer gemeinsam geführte Co-Branded Stores eröffnet werden.
Aufbauend auf ihren Fortschritten im Jahr 2007 (z.B. Eröffnung neuer Läden in Russland und China), weitet die Marke Rockport ihr eigenes Ladennetz (v.a. in Schwellenländern) weiter aus und verstärkt auch die Zusammenarbeit mit Einzelhandelspartnern über Shop-in-Shops. Zudem bauen sowohl Reebok als auch Rockport ihre eigenen E-Commerce Plattformen weiter aus, um den Internetvertrieb als weiteres Element im Vertriebsmix zu etablieren. Insgesamt beträgt der Anteil des eigenen Einzelhandels am gesamten Umsatz des Reebok Geschäftssegments 16 %.
BESSERES MARKENMANAGEMENT DURCH RÜCKKAUF VON
VERTRIEBSRECHTEN
Alle drei Geschäftseinheiten – Reebok,
Reebok-CCM Hockey und Rockport – haben eigene Vertriebsorganisationen
in wichtigen Märkten aufgebaut. Trotzdem
arbeiten
alle drei auch weiterhin in vielen Märkten mit
Distributoren
zusammen. Um das Markenmanagement zu
verbessern
und Marktanteile zu gewinnen, kaufen vor allem die
Marken Reebok und Rockport verstärkt ihre Vertriebsrechte
zurück (bzw. lassen Verträge mit Distributoren auslaufen) und
etablieren eigene Vertriebsorganisationen. Der Rückkauf der
Vertriebsrechte bietet zusätzliches Umsatzpotenzial und wurde
als wichtigstes Gebiet identifiziert, auf dem Reebok Umsatzsynergien
realisieren kann.
siehe Ausblick
ERHÖHUNG DER DURCHSCHNITTLICHEN VERKAUFSPREISE
Reebok verfolgt das Ziel, sein Produktangebot im mittleren
und höheren Preissegment wesentlich zu verbessern und auszuweiten
sowie die durchschnittlichen Verkaufspreise deutlich
zu erhöhen. Auf diesem Wege versucht Reebok, sich stärker
als Premium-Marke in den Bereichen Sport und Lifestyle zu
positionieren. Dieser Ansatz könnte kurzfristig das Umsatzwachstum
verlangsamen, da Chancen im Niedrigpreissegment
freiwillig aufgegeben werden. Wichtiger ist jedoch, dass Reebok
damit langfristig eine Basis für nachhaltige Umsatz- und
Rentabilitätsverbesserungen schaffen und zudem das Markenimage
wahren kann.
Als führender Anbieter hoch technologischer Eishockeyausrüstung zielt Reebok-CCM Hockey primär auf höhere Preispunkte ab. Über die weitere Stärkung seiner Innovationsführerschaft beabsichtigt Reebok-CCM Hockey diese Strategie fortzuführen. Die Marke Rockport agiert vor allem in den höheren und mittleren Preissegmenten. Um in diesen ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, versucht die Marke fortlaufend führende Technologien in ihre Produkte zu integrieren. Technologie ist das wichtigste Verkaufsargument der Marke Rockport.